Fußball – Landesliga: Florian Knoblich feiert nach langer Verletzung sein Comeback für Bismark

Die Leidenszeit hat ein Ende

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TuS-Trainer Dirk Grempler freute sich sehr für seinen Schützling, der 651 Tage zum Zuschauen verdammt war.

Bismark. Grund zur Freude hatte Dirk Grempler, Trainer des Fußball-Landesligisten TuS Schwarz-Weiß Bismark, nach dem 3:1-Auswärtssieg gegen den Burger BC.

Doch neben den drei Punkten zum Liga-Auftakt freute ihn eines ganz besonders: das Comeback seines Abwehrspielers Florian Knoblich.

Blendendes Comeback: Das starke Auswärtsspiel des TuS Schwarz-Weiß Bismark wurde durch die Rückkehr von Florian Knoblich überstrahlt.

Der überaus fleißige Torschütze zum 1:0, Christoph Grabau; die starke Sturmspitze Eric Wagener; der sichere Rückhalt im Tor, Niklas Kannenberg; der finale Kraftakt von Philipp Grempler zum entscheidenden 3:1. Dass die Laune von TuS-Trainer Grempler am Sonnabend bestens war, hatte einige Faktoren. Doch einer überstrahlte die restlichen. Nach einer fast zweijährigen Verletzungsmisere stand Innenverteidiger Florian Knoblich endlich wieder für die Schwarz-Weißen auf dem Platz. Grempler freute sich sehr für den jungen Mann und lobte: „Er ist ein Garant auf der Position und immer mit Herzblut dabei.“

Nach einem Kreuzbandriss warfen ihnen weitere Probleme mit dem betroffenen Gelenk immer wieder zurück. So kam es, dass er fast zwei Jahre nur zuschauen konnte. Knoblich war überglücklich, wieder mittendrin statt nur dabei zu sein. „Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass ich spielen werde. Ich war auch ziemlich nervös, nach so langer Zeit wieder auf dem Platz zu stehen.“

Eine lange Leidenszeit hat Knoblich in der Tat hinter sich. „Am 7. Mai 2016 beim Aufwärmen vor dem Heimspiel gegen Thale“ war es passiert. Den Tag, an dem er sich die schwere Knieverletzung zuzog, wird Knoblich wohl nie vergessen. 651 Tage später konnte Knoblich endlich seine Rückkehr auf den Rasen feiern. Das Knie hält! Das ist die wichtigste Erkenntnis, die sich Knoblich nach dem Spiel und nach jeder Trainingseinheit erhofft. Doch es soll nicht nur halten, sondern auch nicht reagieren. Das war nämlich der Grund dafür, dass sich die Rekonvaleszenz so lange hinzog beim Innenverteidiger. Immer wieder schwoll das Knie nach Belastungen an. Doch das ist seit November vorbei. Seitdem ist Knoblich wieder fest im Mannschaftstraining und konnte auch die Wintervorbereitung voll mitziehen.

So entschied sich Coach Grempler dazu, den Abwehrmann wieder ins Geschehen zu schicken. Und Knoblich überzeugte bei seinem Comeback. Dass er in manchen Situationen noch nicht der Alte ist, stellten sowohl der Trainer als auch Knoblich fest. „Ihm fällt noch es noch an Schnellkraft“, meinte Grempler. Das sei nach einer so langen Zwangspause aber völlig normal und wird sich durch die Wettkampfpraxis wiederherstellen. Der Rückkehrer konnte ebenso ein paar Defizite feststellen, doch er stellte schon während des Spiels gegen Burg fest, dass „es immer besser geklappt hat“.

Die größte Hürde, die Knoblich jetzt noch zu meistern hat, ist mentaler Natur. „Ich muss versuchen, den Kopf auszuschalten. Die Verletzung ist noch immer im Hinterkopf präsent.“ Doch auch das ist nur eine Frage der Zeit und dass Knoblich Geduld hat, hat er in diesen 651 Tagen mehr als eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Von Michael Theuerkauf

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