Keine Chance dem Winterspeck

Laufgruppe des SV Germania Tangerhütte auch zwischen den Jahren sehr aktiv

Zwei Läufer im Stadtpark von Tangerhütte.
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Im Tangerhütter Park lässt es sich idyllisch laufen.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
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Die Laufsparte des SV Germania Tangerhütte hat die Feiertage genutzt, um gleich drei verschiedene Läufe durchzuführen. Für das Jahr 2022 sind zudem einige weitere Veranstaltungen geplant.

Neues Jahr, neue Vorsätze. Blickt man dieser Tage in diverse Prospekte und Werbebeilagen, dominiert wie in jedem Januar kurz nach dem Jahreswechsel das Thema Fitness. Hier ein Stepper, dort ein Ergometer, oder vielleicht auch ganz und gar ein Rudergerät für das perfekte Ganzkörper-Workout. Mit kaum etwas anderem lässt sich im Frühjahr so gut Geld verdienen, wie mit dem schlechten Gewissen derjenigen, die sich über die Feiertage ein wenig haben gehen lassen. An den Laufsportlern des SV Germania Tangerhütte sollte solche Reklame getrost abprallen, denn sie waren sowohl an Weihnachten und Silvester, als auch am Dreikönigstag ausgesprochen fleißig.

„Mach mit, halt Dich fit ...“

Im Rahmen ihrer kleinen Initiative „Mach mit, halt Dich fit ...“ haben sie unlängst gleich drei kleine Läufe im Tangerhütter Stadtpark veranstaltet. Alles auf Hobby- und Spaßbasis. Ohne Wettkampfcharakter, ohne Zeitnahme. Bewegen, Spaß haben, (Lauf)Freunde treffen, war das Credo. Den Ursprung hat die Idee des SV Germania im allgemeinen Corona-Blues. „Aufgrund der Pandemie wurde so viel abgesagt, darum haben wir diese Läufe ins Leben gerufen“, erklärt Sven Projahn als einer der führenden Initiatoren der kleinen Tangerhütter Laufveranstaltungen.

Kreative Umsetzung

Bei der Umsetzung ihrer Ideen glänzten die Tangerstädter mit Kreativität. Beim Gänsebraten-Verdauungslauf an Weihnachten und beim Silvesterlauf erhielten die Teilnehmer jeweils eine Medaille in Form eines halben Kleeblatts. Nur wer beide Läufe absolvierte, hatte am Ende ein vollständiges vierblättriges Kleeblatt und damit – so die Hoffnung – die nötige Portion Glück und Gesundheit für das neue Jahr. Einfach hatten es die Teilnehmer insgesamt nicht, denn zwischen Weihnachten und Silvester lag ein Temperatur-Unterschied von fast 20 Grad. Am 26. Dezember wurde gefroren, zum Jahreswechsel geschwitzt.

„Insgesamt sind wir zufrieden. An Weihnachten sind zwar einige nicht gekommen, weil es so kalt war. Und Silvester ist auch immer so eine Sache, weil an dem Tag auch noch ein Ranglistenlauf in Magdeburg war, aber insgesamt war es ein schöner Jahresabschluss, vor allem für uns als Laufgruppe. Die großen Feiern waren ja leider auch alle ausgefallen“, erklärt Projahn im Gespräch mit der Altmark-Zeitung. In Summe ließen sich an Weihnachten rund 70 Läuferinnen und Läufer im historischen Tangerhütter Stadtpark sehen. Einige weitere brachte ihre Leistungen in virtueller Form ein. An Silvester waren es um die 50 Aktive, was für einen entspannten Jahresausklang aber völlig ausreichend war. Das Fazit der lauffreudigen Germanen fiel dann auch positiv aus. Projahn: „Wir wollen die Läufe auch in Zukunft beibehalten, um in Tangerhütte etwas zu bieten. Es sind ja auch einige gekommen, die nicht im Verein organisiert sind und sich bewegen wollten.“

Interne Alternative zu Sandau

Den Start ins Laufjahr 2022 vollzogen die Tangerhütter am 6. Januar dann im internen Kreis. Da der traditionelle Pfannkuchenlauf in Sandau nicht zur Austragung kam, veranstaltete der SV Germania kurzerhand seine eigene Version des Kultlaufs, mit kleinen Leckereien inklusive. Es war der Auftakt in ein Jahr, in dem Sven Projahn und Co. sich einiges vorgenommen haben. So soll es im April erstmals einen Sommerbiathlon in Tangerhütte geben. Im Mai folgt dann der traditionelle Tangerlauf, im Sommer der Gerd Engel-Gedenklauf und im Oktober in der Endphase des Elbe-Ohre-Cups der beliebte Parklauf. Den Abschluss des Kalenderjahres bilden dann wie erwähnt die Läufe an den Feiertagen zum Jahreswechsel. Ein randvolles Laufprogramm, das auch nicht noch weiter ausgedehnt werden soll. „Schließlich wollen wir ja auch noch woanders mitlaufen“, sagt Projahn.

Hoffnungen auf den Elbe-Ohre-Cup

Sportlich möchten die Laufsportlerinnen und Laufsportler des SV Germania 2022 ihren dritten Elbe-Ohre-Cup-Sieg in Serie einfahren (AZ berichtete). Ob, und wie umfangreich die größte Laufserie im Norden Sachsen-Anhalts jedoch zur Austragung kommt, steht aktuell in den Sternen. Die Hoffnung, dass der EOC im März wie gewohnt mit dem Süppling Cross in Demker startet, ist da. Offiziell ist der Auftakt aber noch nicht. Ein Ausfall wäre für Projahn ein Worst-Case-Szenario. „Der EOC ist wichtig, um sich zu treffen, Bekannte wiederzusehen und gemeinschaftlich zu laufen. In der Gruppe macht es doch am meisten Spaß“, meint der Tangerhütter.

Spaß in der Gemeinschaft

Gemeinschaftlich Sport getrieben wird in der Laufsparte des SV Germania übrigens auch abseits der offiziellen Veranstaltungen. Jeden Mittwochabend trifft sich die Gruppe zum Trainieren oder lockeren Laufen. „Wir bleiben in Bewegung“, verspricht Sven Projahn. Sportgeräte aus der Werbung braucht es dafür nicht.

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