Fußball-Landesklasse: Möringer SV und Rot-Weiß Arneburg trennen sich 2:2-Unentschieden

Last-Minute-Remis im Topspiel

Zwischen dem Möringer SV und Michael Köppe (links) sowie Rot-Weiß Arneburg und Torschütze Markus Becker (rechts) entwickelte sich auf tiefem Geläuf eine kräftezehrende Partie.
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Zwischen dem Möringer SV und Michael Köppe (links) sowie Rot-Weiß Arneburg und Torschütze Markus Becker (rechts) entwickelte sich auf tiefem Geläuf eine kräftezehrende Partie.
  • VonFalk-Stéphane Dezort
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Möringen. 120 Zuschauer versammelten sich am Sonnabend bei regnerischen und kühlen Witterungsbedingungen in der Möringer Pappelarena. Der Möringer SV hatte in der Landesklasse Ligaprimus Rot-Weiß Arneburg zum Topspiel geladen.

Und das Duell sollte halten, was es versprach und das Wetter zuließ. Auf tiefem Boden versuchten vor allem die Hausherren spielerisch zum Erfolg zu kommen.

Allerdings offenbarten die Möringer so in der Defensive einige Lücken, die die Arneburger im ersten Durchgang zu nutzen wussten. Es dauerte eine Viertelstunde, bis die schwarz-weiß gekleideten Arneburger erstmals einen ihrer gefährlichen Konter zeigten. Das Leder landete im Strafraum bei Markus Becker, der plötzlich gänzlich unbewacht vor Steve Rauschenbach auftauchte. Im Duell Angreifer gegen Keeper behielt der Möringer das Momentum auf seiner Seite und verhinderte den Einschlag. Aber nur wenige Minuten darauf musste der MSV-Rückhalt dann das Spielgerät aus den eigenen Maschen holen. Erneut stand Becker nach einem Konter Rauschenbach gegenüber, den er umkurvte und einschob (20.). Dem MSV fehlte bis dahin die Zielstrebigkeit in der Offensive und auch die Präzision in den Zuspielen ließ zunächst zu wünschen übrig. Noch vor dem Seitenwechsel legten die Gäste nach. Erneut brachen die schnellen Arneburger auf die Reise in Richtung Rauschenbach auf. Christopher Bünnig schoss letztendlich die Kugel zur 2:0-Pausenführung ein (44.). „Es waren 30 katastrophale Minuten mit einer Selbstzerfleischung auf dem Platz“, kritisierte MSV-Coach Heino Kühne die Leistung seiner Mannschaft.

Aber in der Kabine fand er die richtigen Worte. Der MSV spielte besser und schnürte den RWA im eigenen Strafraum ein. Den Gästen gelang selten Entlastung und wenn sie mal über die Mittellinie kamen, war direkt ein Möringer zur Stelle. „Wir wollten eine 2:0-Führung über die Zeit bringen und das ist uns nicht gelungen“, so RWA-Trainer Jürgen Dobberkau, denn der Schuss von Patrick Huch fand in der Schlussphase den Weg ins Tor (82.). Die Drangphase nahm weiter zu und der MSV belohnte sich in letzter Sekunde mit dem viel umjubelten Ausgleichstreffer (90.+2). „Ich hätte nicht gedacht, dass die noch einmal zurückkommen. Sie haben es nicht nur mit der Brechstange probiert“, analysierte Dobberkau ein am Ende „gerechtes Ergebnis.“ „Wenn man als Tabellenführer hier herkommt, erwarte ich, dass man mehr das Spiel macht. Das war passiv“, kritisierte Kühne die Spielweise der Arneburger. Aber er durfte sich noch über das Aufbäumen seiner Mannschaft freuen. „So wie in Halbzeit zwei musst du spielen.“

Von Falk-Stéphane Dezort

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