Tischtennis: Miestes Frank Barth betritt Neuland

Landesliga-Premiere mit 70 Jahren

Durfte im stolzen Alter von 70 Jahren zum ersten Mal Landesliga-Luft schnuppern: Frank Barth von Chemie Mieste. Foto: Jacobs

Mieste. Die Bezeichnung „rüstiger Rentner“ ist wie gemacht für einen wie Frank Barth. Der Tischtennis-Crack von Chemie Mieste kam am Sonntag zu einer besonderen Ehre. Er debütierte für seinen Verein in der Landesliga. Das Besondere daran? Frank Barth ist 70 Jahre alt.

Und auch wenn er sich über dieses nachträgliche „Geburtstagsgeschenk“ – Barth feierte an Heiligabend sein 70. Wiegenfest – sichtlich freute, wäre ihm ein erfolgreicheres Abschneiden des Miester Teams ohne ihn an der Platte ganz sicher lieber gewesen. „Schade, dass ich nicht mehr Gegenwehr leisten konnte, aber ich habe zu viele eigene Fehler gemacht“, rechtfertigte sich der Oldie nach seinem ersten Einzelauftritt gegen den TSV Tangermünde. Doch Mannschaftskamerad Thomas Melzer wiegelte sofort ab: „Wir sind froh, dass du dich hier überhaupt mit hinstellst, so umgehen wir wenigstens die Geldstrafe. “ Dies war aus Miester Sicht zumindest ein kleiner Lichtblick, denn die Partie gegen Tangermünde endete mit einer 0:15-Packung.

Ohne Detlef Klabis, der krankheitsbedingt ausfiel, und Andreas Hönemann (privat verhindert) mussten eben Frank Barth und Mario Barz im Landesliga-Team aushelfen. Zudem stand Patrick Beier nach einer Knie-OP zum ersten Mal seit Wochen wieder an der Platte. „Wir standen von Beginn an auf verlorenem Posten, hatten aber zumindest gehofft, dass wir vielleicht zwei Punkte holen können“, erklärte Miestes René Kufky nach der Partie.

Ein Beinbruch ist die Niederlage jedoch nicht, denn eins ist für Kufky klar: „Tangermünde steigt auf“. Tritt dieser Fall am Saisonende wirklich ein, kann zumindest Frank Barth stolz sein, denn er hat dann gegen einen Verbandsliga-Aufsteiger sein Debüt gegeben – mit 70 Jahren.

• Chemie Mieste: Glaue, Melzer, Beier, Kufky, Barth, Barz.

Von Michael Jacobs

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