Rückblick Fußball-Kreisliga: Schlusslicht Grün-Weiß Staffelde hat sich noch lange nicht aufgegeben

Krüden ist das Maß aller Dinge – aber ab Rang sechs ist alles offen

Björn Fankner (l.) steht mit dem Kreveser SV II zur Halbserie im gesicherten Mittelfeld. Alexander Riedel muss mit dem Osterburger FC noch um den Klassenerhalt zittern. Foto: Buchholz (2)/Motejat

Stendal. Auf eine spannende erste Halbserie können die 16 Mannschaften der Fußball-Kreisliga Stendal zurückblicken. Staffelfavorit Blau-Weiß Krüden steht zurecht ganz oben, gefolgt von fünf Teams, die sich noch berechtigte Hoffnungen auf die drei Aufstiegsplätze machen können.

Am Tabellenende findet sich Grün-Weiß Staffelde wieder. Aber auch die Teams bis Rang zwölf sind noch lange nicht gerettet.

Nach dem Aufstiegskandidaten Nummer eins gefragt, antworteten viele Trainer vor der Saison mit Krüden. Sie sollten bislang Recht behalten. Nicht nur, dass die Blau-Weißen sowohl die Heim-, als auch die Auswärtstabelle anführen, sie können auch auf den besten Angriff und die sicherste Abwehr verweisen. Fraglich ist nur, warum die Nordaltmärker ausgerechnet gegen die Mittelfeld-Teams von Germania Tangerhütte II (1:2) und den Kreveser SV II (0:1) verloren haben, während die Aufstiegsmitkonkurrenten (bis auf Lüderitz) bezwungen wurden.

Auf den beiden weiteren Aufstiegsrängen liegen der TuS Wahrburg und die Reserve von Rot-Weiß Arneburg. Die Rolandstädter verstärkten sich vor der Serie unter anderem mit dem derzeit Führenden der Torjägerliste, Florian Jacobsen. Da die Integration der neuen Spieler etwas dauerte, stellten sich anfangs noch nicht die gewünschten Erfolge ein. Im Laufe der Hinrunde fingen sich die Wahrburger jedoch und stehen dank einer beeindruckenden Siegesserie mittlerweile auf dem zweiten Tabellenrang.

Zu Arneburgs Stärken zählt eindeutig die Defensive – 17 Gegentreffer bedeuten zusammen mit Krüden Rekord – sowie die Duelle gegen die Spitzenteams. Zwar hatten die Rot-Weißen gegen Krüden mit 1:2 das Nachsehen, aber Wahrburg (2:0), Bismark II (3:0) oder auch Lüderitz (4:2) wurden besiegt.

Es folgen der TuS Bismark II, Eintracht Lüderitz und Eintracht Walsleben auf den Rängen vier bis sechs. Alle drei Mannschaften können sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Die besten Chancen werden dabei jedoch der jungen Bismarker Reserve eingeräumt. Nachdem sie in den ersten beiden Partien gegen Krevese II (0:5) und in Werben (2:6) noch Lehrgeld zahlten und sich am Tabellenende wiederfanden, starteten die Schwarz-Weißen eine echte Aufholjagd, die sie bis auf den vierten Tabellenplatz führte. Lüderitz und Walsleben spielen ebenfalls eine gute Rolle. Um ganz oben anzugreifen, müssen beide Teams allerdings noch eine Schippe drauflegen.

Das Mittelfeld des Klassements erstreckt sich vom Siebten Groß Garz bis zum Elften Schollene.

Durch den großen Spieleraustausch mit Krüden hat Groß Garz vor der Saison wichtige Akteure an den Ortsnachbarn verloren. Das konnte die Mannschaft aber gut ausgleichen und befindet sich daher in der oberen Tabellenhälfte. Mit den Reserve-Teams aus Möringen und Tangerhütte folgen zwei Aufsteiger, die das gute Bild der Liga-Neulinge komplettieren. Während der MSV II vor allem daheim seine Punkte holte und dort noch auf einen Bezwinger wartet, liegen die Germanen im Auswärtsklassement auf dem dritten Rang.

Kreveses zweite Mannschaft ist eine kleine Wundertüte. Die Aufstiegsaspiranten Bismark II (5:0) und Krüden (1:0) zogen ohne Punkt und Tor wieder von dannen, dafür ließ der KSV II gegen die Kellerkinder Staffelde (3:3) und Klein Schwechten (0:1) Punkte liegen. Schollene trauten viele eine bessere Platzierung als Rang elf zu. Verletzungsprobleme verhinderten das jedoch.

Ab dem zwölften Tabellenplatz, den derzeit der Osterburger FC inne hat, beginnt der Abstiegskampf. Die dünne Personaldecke der Biesestädter ließ keine bessere Platzierung zu. Gladigau spielt als eines der wenigen Teams in der Kreisliga mit einer Viererkette. Lohn sind satte 30 Treffer – aber die 47 Gegentore bedeuten einen Negativrekord. In akuter Abstiegsgefahr schwebt derzeit Rot-Weiß Werben. Die Elbestädter müssen unbedingt auswärts gefährlicher werden. Heide Klein Schwechten rangiert nur dank der zehn Punkte aus den letzten vier Hinrunden-Partien nicht auf dem letzten Rang. Diesen hat derzeit Grün-Weiß Staffelde inne. Neu-Trainer Arne Bergen hat sein Team allerdings noch längst nicht abgeschrieben.

Von Matthias Giesecke

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