FUSSBALL – LANDESKLASSE Verdienter Sieg beim Osterburger FC

Krevese im Derby-Rausch

Lust und Frust nah beieinander: Während die Kreveser jubeln, lassen die Osterburger die Köpfe hängen. Die Gäste in Gelb-Schwarz gewannen das Derby am Sonnabend verdient.
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Lust und Frust nah beieinander: Während die Kreveser jubeln, lassen die Osterburger die Köpfe hängen. Die Gäste in Gelb-Schwarz gewannen das Derby am Sonnabend verdient.

Osterburg – „Ich habe schon Halsschmerzen. “ Auch die Stimme von Manuel Neumann klang heiser. Der Spielertrainer des Kreveser SV hatte während des Derbys beim Osterburger FC viel geschrien, seine Schützlinge gepusht. Mit Erfolg.

Der KSV gewann verdient mit 3:1 (2:1) beim Nachbarschaftsrivalen.

Die Gäste bestimmten die Partie über weite Phasen und wollten den Sieg auch mehr als die Biesestädter. Viele der 312 Zuschauer waren aus dem Nachbardorf angereist. Und ließen ihre Mannschaft nach Abpfiff lautstark hochleben. „Derbysieg, Derbysieg“, klang es von den Rängen. Lange konnte Krevese nicht mehr in Osterburg gewinnen. Am Sonnabend erwischten die Gastgeber einen schlechten Tag. „Krevese war stärker und hat verdient gewonnen“, fasste es OFC-Coach Uwe Schmidt zusammen.

„Wir haben nicht die nötige Spannung reingekriegt, konnten uns nicht richtig motivieren.“ Das sei auch schon gegen den Rossauer SV (2:3) so gewesen. Die junge Osterburger Mannschaft mag Nachbarn irgendwie nicht wehtun. Und das war auf dem Platz an der Landessportschule zu sehen. Während die Kreveser viele Zweikämpfe für sich entschieden und immer wieder den Weg nach vorn suchten, blieb der OFC blass. Aus dem Gegenpressing heraus entstand dann auch die frühe Führung für die Gäste. Nach langer Flanke von Rudolph Paul Rosenkranz stand Jann Grünwald frei vor dem Tor und netzte ein (4.). Ein kleiner Weckruf für die Schmidt-Elf, die nun versuchte, auch mit dem Ball zu agieren.

Und sich in der 15. Minute mit dem erlösenden Ausgleich belohnte. Lennart Müller passte nach Balleroberung auf Moritz Noack, der auf den Torschützen Lennart Metzlaff durchsteckte. Einer der wenigen Osterburger Lichtblicke. Denn Krevese behielt weiterhin die Kontrolle, machte Druck und drängte auf einen weiteren Treffer. Der fiel dann auch elf Minuten vor dem Pausenpfiff. Nach einem weiten Einwurf stand Rudolph Paul Rosenkranz goldrichtig und ließ die Kreveser Anhänger jubeln.

„Ich glaube, wir hatten ein bisschen Angst vor der eigenen Courage“, suchte Schmidt indes nach Erklärungen. Denn auch in der zweiten Halbzeit strahlte seine Elf vor dem gegnerischen Tor kaum mehr Gefahr aus. Zumal sie mit der Arbeit gegen den Ball genug zu tun hatte. Krevese war bissiger, wollte den Sack zumachen. Der eingewechselte Philip Brünicke machte dies mit einem Sahnefreistoß zum 3:1-Endstand.

„Einen besseren Samstag kann man sich nicht vorstellen, als mit dieser Mannschaft hier drei Punkte zu holen“, versagte Neumann fast die heisere Stimme.

VON SABINE LINDENAU

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