FUSSBALL – 3. LIGA 1. FC Magdeburg verpflichtet neuen Cheftrainer

Krämer geht, Wollitz kommt

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Neuer Cheftrainer: Der 1. FC Magdeburg stellte gestern Abend Claus-Dieter Wollitz als Nachfolger von Stefan Krämer vor.

Magdeburg – Die Hinrunde und das erste Spiel der Rückrunde verliefen mehr schlecht als recht. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffte eine große Lücke. 27 Punkte und Rang zwölf in der Drittligatabelle und auch die fehlende Weiterentwicklung sorgten beim 1.

FC Magdeburg dafür, dass Trainer Stefan Krämer am Sonntagabend freigestellt wurde. Gestern Abend verkündete der Club, wer der neue Mann an der Seitenlinie sein wird: Claus-Dieter Wollitz. Der 54-Jährige erhielt einen Vertrag mit Gültigkeit bis 30. Juni 2021.

„Wir freuen uns, mit Claus-Dieter Wollitz einen sehr erfahrenen Trainer begrüßen zu dürfen, welcher ab dem neuen Jahr die Mannschaft trainieren wird“, erklärte Geschäftsführer Mario Kallnik gestern Abend. „Mit Blick auf die nahende Rückrunde in der 3. Liga soll er unsere Spieler schnellstmöglich kennenlernen und die Vorbereitungszeit entsprechend nutzen können.“ Wollitz wurde am 19. Juli 1965 in Brakel (Nordrhein-Westfalen) geboren und spielte im Rahmen seiner aktiven Laufbahn unter anderem für Schalke 04, Bayer Leverkusen, den VfL Osnabrück, Hertha BSC, den VfL Wolfsburg, den 1. FC Kaiserslautern, den KFC Uerdingen und den 1. FC Köln. Seit 2002 ist er als Trainer aktiv. Zuletzt bei Energie Cottbus. Aber auch der KFC Uerdingen und der VfL Osnabrück gehörten zu seinen Stationen als Fußballlehrer. „Die Aufgabe beim 1. FC Magdeburg stellt eine große Herausforderung dar, auf die ich mich freue. Es bleibt nicht viel Zeit, bis die Liga wieder startet und es liegt viel Arbeit vor uns. Ich will die Mannschaft und alle Personen drumherum schnellstmöglich kennenlernen“, sagte Wollitz gestern. Er wird am 2. Januar anlässlich des Trainingsauftakts zur Rückrunde die erste Einheit mit der Profimannschaft leiten.

Für Krämer war indes nach nicht einmal einem halben Jahr Schluss. Er hatte die schwere Aufgabe, aus 15 neuen und zehn arrivierten Spielern eine Mannschaft zu formen, die mittelfristig wieder bereit ist für einen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Doch bereits nach dem 2:2 in Braunschweig, das laut Maik Franz ein Spiegelbild der gesamten Saison gewesen sei, war es für ihn vorbei. Die einzige Konstante, die seine Elf in der Hinrunde auf den Rasen brachte, war ihre Inkonstanz.

Zwar schaffte es der FCM, Spitzenteams teilweise auseinanderzunehmen. Doch gegen die Kellerkinder der Liga avancierte der FCM zum Aufbaugegner. Negativer Höhepunkt war die 1:2-Pleite bei Preussen Münster, das zuvor 14-mal in Folge nicht gewinnen konnte. Gegen tiefstehende Gegner durchzukommen, war eines der Hauptprobleme. Der in der Liga so entscheidende Führungstreffer gelang dem FCM selten. Krämer versuchte immer, die positiven Aspekte in den Mittelpunkt zu rücken. Doch zu offensichtlich waren in der Hinrunde die Probleme. Etwa bei Standardsituationen oder der Chancenverwertung. Wollitz soll neue Impulse setzen. Und hat die schwere Aufgabe, den FCM wieder nach vorn zu bringen.

VON SABINE LINDENAU

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