Kostet Wertung die Play-Offs?

sen Kalbe. Die Teilnahme an den Play-Offs der besten vier Teams der Basketball-Oberliga schien dem VfL Kalbe nach dem 87:75-Erfolg in Wolmirstedt sicher (AZ berichtete).

Viele Spieler machten sich danach in den Kurzurlaub auf und erhielten nach ihrer Rückkehr eine unangenehme Nachricht. Das Spiel in Wolmirstedt wurde durch den Staffelleiter mit 20:0 für den Gegner gewertet, zudem wurde dem VfL noch ein weiterer Punkt abgezogen.

Grund ist der „Einsatz“ von Sebastian Schulze, obwohl dieser in Wolmirstedt keine Sekunde mitgewirkt hat. Er stand aber auf dem Formular und das zählt im Basketball als mitgewirkt. Für Schulze war es somit der sechste Einsatz in der ersten VfL-Vertretung, fünf sind jedoch nur erlaubt. „Früher war man bei sechs Einsätzen festgespielt und durfte nicht mehr im anderen Team des Vereins mitwirken“, hatte Spielertrainer Harald Lotsch noch die alte Regelung im Kopf. Dass der VfL seine zweite Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat, spielt auch keine Rolle, der Verein hätte für die betreffenden Spieler die Spielerlaubnis für die erste Mannschaft beantragen müssen. „Ganz klar unser Versäumnis. Die Mannschaft trägt keine Schuld. Wir müssen den Punktabzug akzeptieren“, so Spartenleiter Thomas von Glahn, der keine Chancen für einen Protest sieht.

Statt Platz drei kann der VfL Kalbe am kommenden Sonnabend mit einem Sieg gegen den BC Anhalt Dessau höchstens noch Rang vier erreichen. Dann aber müsste Börde Magdeburg bei Justabs Halle verlieren. „Wir haben es nicht mehr in eigener Hand. Dennoch wollen wir gegen Dessau ein gutes Spiel abliefern und gewinnen“, gibt sich Harald Lotsch kämpferisch.

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