KOMMENTAR ZUR SCHULZ-VERTRAGSVERLÄNGERUNG

Lok Stendals Trainer setzt starkes Zeichen

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Geht den Weg des 1. FC Lok Stendal mit: Trainer Jörn Schulz.

Stendal – Jörn Schulz hat seinen Vertrag als Trainer des Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Stendal um drei Jahre verlängert. Jetzt zählen in Zeiten des Neuaufbaus Tugenden wie Zusammenhalt, Vertrauen und Leidenschaft. Ein Kommentar.

Leistungsträger weg. Abgänge kompensieren. Umbruch einläuten. Dann noch die Jugendspieler in den Kader der Oberligamannschaft integrieren. Und vor allem: Mit diesen bescheidenen Mitteln soll die Klasse gehalten werden. Lässt man sich das durch den Kopf gehen, spricht vieles dafür, um kalte Füße zu bekommen und sich der Verantwortung zu entziehen? Falsch gedacht! Jörn Schulz rudert dagegen an und will beim mutigen Neuaufbau helfen.

Der Trainer des 1. FC Lok Stendal hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass er diesen Weg bedingungslos mitgehen wird. Und er lässt mit seiner Vertragsverlängerung um drei Jahre beim altmärkischen Fußballaushängeschild seinen Worten auch Taten folgen. Es ist ein sehr starkes Zeichen des 42-Jährigen, der seit November 2018 bei Lok an der Seitenlinie steht. Kurzum: Ein besseres Treuebekenntnis kann es nicht geben.

Somit geht Schulz auch in Vorleistung für Phasen, in denen es sportlich aufgrund des Umbruchs nicht gut laufen könnte. Verein, Vorstand und Fans haben während der Corona-Pandemie Solidarität bewiesen. Geben sie Schulz und seiner Elf Zeit, beweisen sie den Zusammenhalt ein weiteres Mal. (VON PATRICK NOWAK)

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