Fußball: 3. Gerdi-Cup in Bismark / 1. FC Lok Stendal eine Klasse besser als die Konkurrenz

Körner hat Grund zur Freude

+
Der TuS SW Bismark um Innenverteidiger Sebastian Neumann (l.) und Torhüter Richard Bauer war gegen den 1. FC Lok Stendal chancenlos und hatte in dieser Szene Glück, dass Lukas Breda (vorne) nur den Pfosten traf.

Bismark. Die dritte Auflage des Gerdi-Cups zu Ehren des im Jahr 2010 tödlich verunglückten Lok-Jugendspielers Philip „Gerdi“ Greczmiel hatte mehrere Aufgaben.

Seinen Angehörigen, Freunden und ehemaligen Mitspielern diente das Fußballturnier im Bismarker Waldstadion am Sonnabend zum gemeinsamen Erinnern. Den teilnehmenden Mannschaften nutzte die Veranstaltung, um drei Wochen vor dem Start in die Saison den aktuellen Leistungsstand zu testen. Besonders gut ist es um diesen schon beim 1. FC Lok Stendal bestellt. Der Verbandsligist wurde seiner Favoritenrolle gerecht und marschierte äußerst dominant zum Titel.

Die einstigen Mitspieler Philip Greczmiels stellten auch beim 3. Gerdi-Cup wieder ein Team – sehr zur Freude von Organisator Gerd Greczmiel (hinten rechts).

Bereits im Auftaktspiel gegen Gastgeber TuS Schwarz-Weiß Bismark fegten die Stendaler wie ein Tornado über ihren Gegner hinweg. In 30 Minuten Spielzeit schoss sich die spielfreudige Elf von Trainer Sven Körner einen klaren 3:0-Sieg gegen den Landesligisten heraus und hätte bei konsequenter Chancenverwertung noch höher gewinnen müssen. In ihrer zweiten Partie gegen Landesklassist Möringen taten sich die Stendaler dann ungleich schwerer, was daran lag, dass Körner in diesem Spiel einigen Reservisten das Vertrauen schenkte. Lok gewann letztlich sehr glücklich nach einem Treffer von Benedikt Nellessen – dem überragenden Spieler des Turniers. Den 25-jährigen Angreifer bekam dann auch die Lok-A-Jugend der Saison 2009/10 im Abschlussspiel nicht in den Griff. Beim 3:1-Erfolg des Favoriten bereitete Nellessen zwei der drei Tore vor.

Hinter den formstarken Stendalern kämpften Bismark, Möringen und die Stendaler A-Jugend von vor fünf Jahren um die Platzierungen und kamen auch den Erwartungen entsprechend ins Ziel. Bismark sicherte sich mit vier Zählern Rang zwei vor den Möringern, die auf drei Punkte kamen. Die einstige Mannschaft Philip Greczmiels war mit Spielern wie Franz Erdmann, Martin Gödecke oder Kevin Beyer zwar namhaft besetzt, aber auch nicht eingespielt und landete trotz guter Ansätze auf dem letzten Rang. Betreut wurde die einstige Stendaler A-Jugend vom verletzten Philipp Kühne. „Es waren tolle Spiele und viele tolle Gespräche. Es war einfach nur schön“, freute sich Organisator Gerd Greczmiel über die positive Resonanz auf das Turnier zu Ehren seines verunglückten Sohnes.

Neben dem sportlichen Wettstreit organisierte Gastgeber Bismark auch außerhalb des Platzes wieder allerhand, um neben den Eintrittsgeldern noch weitere Einnahmen zu Gunsten eines guten Zwecks zu sammeln. Höhepunkt für die knapp 135 Besucher im Waldstadion war eine Tombola mit einem VIP-Ticket für das erste Heimspiel des VfL Wolfsburg in der Bundesliga als Hauptpreis. Ein weiterer Top-Gewinn war ein Wochenende mit einem Cabrio inklusive 300 Frei-Kilometern. Das Los dafür hatte allerdings kein Zuschauer gekauft, sondern Sven Körner. Der Stendaler Trainer durfte sich somit neben dem guten Auftritt seiner Elf auch noch über einen originellen Gewinn freuen. Im kommenden Jahr wird Lok das Turnier ausrichten.

Von Tobias Haack

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare