Fußball – Landesklasse: Havelberg-Trainer Hinz von Rettung überzeugt

„Können zwei Siege holen“

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Kevin Hochmüller (rechts) sorgte zuletzt mit einer starken Leistung dafür, dass die Abwehr des FSV Havelberg dem Druck des SSV Gardelegen standhielt. Morgen ist sie gegen Salzwedel erneut gefordert.

Krevese/Havelberg. Mit Heide Jävenitz steht ein Absteiger aus der Fußball-Landesklasse, Staffel I, bereits fest. Den zweiten Absteiger machen der FSV Havelberg und der Kreveser SV unter sich aus.

Die Havelstädter haben, da sie einen Zähler mehr auf ihrem Konto haben, alles in eigener Hand. Auf beide Teams warten morgen um 15 Uhr jedoch recht unterschiedliche Aufgaben. Während die Kreveser gegen Aufsteiger Grün-Weiß Potzehne auf ihren Heimvorteil bauen können, müssen die Havelberger bei Eintracht Salzwedel ran.

Kreveser SV - Grün-Weiß Potzehne (Hin: 0:1). „Den Druck haben die Kreveser, wir können befreit aufspielen“, bringt es Michael Jacobs, Co-Trainer der Grün-Weißen, auf den Punkt. Und die Potzehner fahren nicht im Feiermodus nach Krevese, ein Punkt ist das Minimalziel. „Wenn wir die gleiche Einstellung, wie beim 0:0 in Möringen, auch in Krevese zeigen, dann sollten wir auch etwas mitnehmen können“, ist sich Jacobs sicher. Ob die Westaltmärker ihr derzeit bestes Aufgebot auf den Platz schicken können, ist aber noch fraglich. Einige Akteure haben sich in Möringen Blessuren zugezogen, deren Einsatz ist somit gefährdet.

Krevese ist am vergangenen Wochenende auf dem Abstiegsplatz angekommen und hat im Moment nur wenig Hoffnung, die Wende nochmal zu schaffen. Noch immer gab es im Jahr 2018 keinen Sieg. Das jüngste Remis in Letzlingen war zwar in Ordnung, aber erneut zu wenig. „Es ist schwierig, weil wir viele lädierte Spieler haben. Wir müssen aber damit umgehen und versuchen das Beste daraus zu machen. Wir müssen arbeiten, arbeiten, arbeiten“, hofft KSV-Trainer Holm Hansens das Glück in den letzten beiden Partien noch irgendwie erzwingen zu können.

Eintracht Salzwedel - FSV Havelberg (3:3). Die gastgebenden Jeetzestädter schielen noch auf den fünften Tabellenplatz, dafür ist nach Aussage von Trainer Burghardt Schulze ein „Sieg Pflicht“. Dem Eintracht-Coach ist natürlich klar, dass seine Mannschaft auf hoch motivierte Havelberger treffen wird. Einen Spieler des Kontrahenten hat die Eintracht dabei besonders im Visier – FSV-Torjäger Jürgen Betker, der im Hinspiel (3:3) alle drei Treffer für die Domstädter erzielte. „Ihn müssen wir diesmal ausschalten“, fordert Schulze, der Betker aber nicht in Manndeckung nehmen lassen will. „Da ist die gesamte Mannschaft gefordert, wir dürfen Betker gar nicht erst an den Ball kommen lassen.“ Personell sieht es bei der Eintracht bislang gut aus, lediglich Raik Zipperling (Urlaub) und Kevin Gebert (verletzt) fallen aus. „Ich hoffe, dass kein weiterer Spieler hinzukommt“, meinte Schulze mit Blick auf das gestrige Nachholspiel in Beetzendorf (siehe Spielbericht).

Der FSV Havelberg hat ähnlich wie Krevese von Woche zu Woche mit Personalsorgen zu kämpfen. Dennoch scheinen die Domstädter die schwierige Situation besser meistern zu können. Nach dem überraschenden 2:1-Erfolg gegen den SSV Gardelegen und dem damit verbundenen Sprung auf Rang 14 strotzen die Havelstädter jedenfalls vor Selbstvertrauen. „Wir wollen weiter punkten und ich bin fest davon überzeugt, dass wir aus den letzten beiden Spielen auch noch zwei Siege holen können“, sagt FSV-Trainer Markus Hinz. Dass es sich beim Havelberger Restprogramm um die Spitzenteams aus Salzwedel und Tangermünde handelt, interessiert den scheidenden Coach nicht. „Mindestens für ein Unentschieden sind wir immer gut, auch gegen die starken Gegner“, versichert er. Die Statistik gibt Hinz recht: Die besten Spiele hat sein Team gegen die Titelanwärter gemacht. Nicht zuletzt dank Lebensversicherung Jürgen Betker.

Von Tobias Haack und Renee Sensenschmidt

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