Regionale Starter räumen bei Hallen-LM im Bogenschießen groß ab

Königsschießen fest in altmärkischer Hand

Alle vier Königswürden des Landesschützenverbandes gingen in die Altmark (v.l.): Sabine Gose (WSG Jenny-Marx Salzwedel), Andreas Müller, Philip Müller (beide SGi Seehausen) und Cynthia Freywald (SGi Apenburg). Fotos (7): Sensenschmidt

Salzwedel.

190 Starter aus 24 Vereinen, die ihre Pfeile auf 29 Auflagen abgaben - die gemeinsamen Hallen-Landesmeisterschaften im Bogenschießen der beiden Verbände Bogensportverband Sachsen-Anhalt (BSSA) und Landesschützen-Verband (LSA) sind am Wochenende in der Salzwedeler Tennishalle „Jeetze 37“ an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Trotz der Enge an der Schützenlinie gab es viele gute Resultate und einen Titel- und Medaillenregen (siehe Resultate) für die altmärkischen Starter.

Der Vormittag war den Recurve- und Compound-Schützen vorbehalten. Da jedoch nicht alle Platz fanden, wurden einige Konkurrenzen auf den Nachmittag verlegt, als die Schützen mit Bögen ohne Visier um die Medaillen schossen. Waren es noch vor wenigen Jahren Exoten, so stellen die Schützen mit Langbogen, Blankbogen und Jagdbogen inzwischen eine stattliche Anzahl an Teilnehmern. Darauf müssen sich künftige Veranstalter einstellen. „Wir brauchen eine größere Halle“, meinte Gustav Körtge, dessen WSG „Jenny-Marx“ die Meisterschaft im Auftrag der Landesverbände wieder mustergültig vorbereitete und durchführte.

Einer der Höhepunkte war das Königsschießen des LSV, zudem die besten Recurve- und Compoundschützen im K.o.-System gemeinsam antraten. Und in diesen Duellen trumpften die altmärkischen Starter/innen groß auf und sicherten sich alle vier Königswürden. Cynthia Freywald (SGi Groß Apenburg) wurde Jugend-Schützenkönigin, Philip Müller (Jugend-Schützenkönig), Andreas Müller (beide SGi Seehausen) Schützenkönig und wie im Vorjahr Sabine Gose (WSG Salzwedel) Schützenkönigin.

Das beste Resultat aller Recurve-Schützen erzielte mit 567 Ringen der Seehäuser Thomas Hasenfuß, der mit dieser Leistung jedoch nicht zufrieden war. Nach 290 Ringen mit den ersten 36 Pfeilen, war der seit Jahren beste Bogenschütze des Landes zu Beginn des zweiten Durchganges einen Moment unkonzentriert. So übersah der Altmärker, dass der Pfeil nicht in der Auflage lag und dann deutlich die Scheibe verfehlte. „Danach habe ich einige Pfeile gebraucht, um wieder meinen Rhythmus zu finden“, so Hasenfuß, der hofft, dass sein Ergebnis trotzdem für die Qualifikation zur höherwertigen Deutschen Meisterschaft des Deutschen Schützenbundes (Dachverband des LSV) ausreicht.

Mit 560 Ringen präsentierte sich Cynthia Freywald (SGi Apenburg) in sehr guter Verfassung, die sie danach noch einmal beim Königsschießen, auf das Thomas Hasenfuß verzichtet hatte, demonstrierte.

Zwei Recurve-Entscheidungen waren aus altmärkischer Sicht hochinteressant, brachten gute Ergebnisse und jeweils einen Dreifachsieg. In der U14 der Jungen entschied der Salzwedeler Sirko Stottmeyer, der 539 Ringe traf, einen Dreikampf mit seinem Vereinskollegen Denis Wegele und dem Kuhfelder Joshua Schulz knapp für sich. Etwas deutlicher war in der U20 der Sieg des Einheimischen Maximilian Milow (534 Ringe), der sich mit Teamkollege Julia Wischer und dem Kuhfelder Ronny Neumann das Podest teilte. Hervorzuheben ist auch das gute Resultat der Kuhfelderin Christina Kassuhn, die mit 542 Ringen die Damen-Konkurrenz für sich entschied.

Bei den Compound-Schützen erreichte Hartmut Bielefeld (SGi Seehausen) mit 576 Ringe das beste Resultat dieser Bogen-Gattung. 569 Ringe waren für Andreas Müller bei den Herren jedoch zu wenig, denn der Calvörder Matthias Lindner traf zwei Ringe mehr. Melina Kranz (551 Ringe / Seehausen) und der Kuhfelder U14-Schütze Aaron Kluge (538 Ringe) holten mit guten Ergebnisse jeweils die Goldmedaille.

Bei den Bögen ohne Visier fiel aus regionaler Sicht die Leistung von Jörg Simke positiv aus dem Rahmen. Der Kuhfelder deklassierte bei den Herren Ü45 mit seinen 509 Ringen förmlich die Konkurrenz.

Von Renee Sensenschmidt

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