Fußball – 2. Bundesliga: 1. FC Magdeburg tritt morgen im Ostderby beim FC Erzgebirge Aue an

Die kleinen Fehler abstellen und mutig agieren

Zweikämpfe sind der 2. Bundesliga noch intensiver. Das bekam auch Philip Türpitz (l.) gegen St. Pauli zu spüren. Foto: Lindenau

sli Magdeburg. Beide haben ihre Auftaktspiele verloren vor gut einer Woche. Doch der größere Druck lastet auf dem FC Erzgebirge Aue, da ist sich Jens Härtel sicher. Der Trainer des 1. FC Magdeburg hat die Niederlage gegen St.

Pauli mit seiner Mannschaft aufgearbeitet und sie auf das Ostderby eingestellt. Mit kürzeren Trainingseinheiten aufgrund der anhaltenden Hitze. „Wir haben das Programm angepasst, es war kürzer und knackiger“, so der Cheftrainer gestern während der Pressekonferenz in der MDCC-Arena. Er kennt den morgigen Gegner genau. In der Saison 2015/16 gab es das Duell noch in der 3. Liga. Die Sachsen stiegen seinerzeit auf. Und die Mannschaft sei in großen Teilen zusammengeblieben. „Aue hat eine super Mentalität“, sagte Härtel. Auch die Erfahrung spreche für die Veilchen. Dennoch: „Sie haben auch ihre Probleme. “ Am Ende der zurückliegenden Saison mussten sie in die Relegation, setzen sich gegen den Karlsruher SC durch. Die Aufsteiger aus Magdeburg wollen morgen ab 15:30 Uhr im Erzgebirgsstadion alles daran setzen, die ersten Punkte nach Hause zu holen. Mit den eigenen Fans im Rücken. Der Gästebereich ist komplett ausverkauft, es gibt keine Tickets mehr. „Die Fans werden uns nach vorn peitschen“, ist sich Christian Beck sicher. Der Stürmer hatte das erste Tor für den FCM in der 2. Bundesliga geschossen und musste dennoch die Niederlage verdauen. „Für uns war das Wichtigste, dass wir gegen St. Pauli mithalten konnten“, blickte er gestern noch einmal zurück. Beck hat aber auch dazugelernt. „Es ist enorm wichtig, die kleinen Fehler, die in der 2. Liga sofort bestraft werden, abzustellen. Wir müssen uns konzentrieren und weiterarbeiten, damit wir in Aue auch etwas mitnehmen können. “.

Der größte Unterschied, den der Goalgetter im Vergleich zur 3. Liga festgestellt hat, sei das Zweikampfverhalten. „Man wird noch enger gedeckt und es ist enorm schwer, sich durchzusetzen.“ Sich hier weiterzuentwickeln, daran arbeitet er intensiv. Trotz der tropischen Temperaturen. Doch nicht nur er.

Auch seine Mannschaftskollegen haben unter der Woche im Training super mitgezogen, machte Härtel ihnen ein Kompliment. Niemand habe sich verletzt, er kann also aus dem Vollen schöpfen. Und so könnte es durchaus personelle Änderungen im Kader geben. Denn: „Aue spielt anders als St. Pauli.“ Inwieweit er Veränderungen bei der Aufstellung vornehmen wird, ließ sich der Cheftrainer wie gewohnt nicht entlocken. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir agieren“, sagte er nur und denkt dabei nicht nur über personelle, sondern auch über taktische Variationen gegenüber der Auftaktpartie gegen den FC St. Pauli nach.

Einen harten Abnutzungskampf erwartet er indes nicht. „Aue spielt zu Hause, sie wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen.“ Darum sei der Druck eher aufseiten der Veilchen, schließlich gastiert ein Aufsteiger im Erzgebirgsstadion und Aue geht als klarer Favorit in dieses Ostderby. „Dementsprechend werden sie es angehen und das Spiel sehr offensiv gestalten“, ist Härtel überzeugt. Trotzdem würden die morgigen Gastgeber immer aus einer guten Ordnung heraus spielen. „Für uns geht es darum, uns zu zeigen und mutig zu agieren.“ Ziel sei es, eine gute Balance zu finden: zwischen Ballbesitz, schnellem Umschalten und dem Verteidigen aus einer kompakten Formation heraus. Egal, „ob wir früh anlaufen oder aus einer tieferen Position.“

Wichtig sei, dass der 1. FC Magdeburg aktiv bleibe und das auf den Platz bringe, was ihn stark macht. Dem FC Erzgebirge Aue ein Stück weit das eigene Spiel aufzudrücken, ist das erklärte Ziel.

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