FUSSBALL – OBERLIGA: Lok Stendal mit Chancen gegen Torgelow

Kleine Serie fortsetzen

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Gejagter Stürmer: Vincent Kühn (am Ball) und der 1. FC Lok Stendal streben morgen den dritten Sieg in Folge an. 

Stendal – Eine Pause kann guttun, um die Akkus wieder aufzuladen und etwaige Blessuren auszukurieren. Sie kann aber auch einen Lauf unterbrechen. Ob die Länderspielpause für den 1. FC Lok Stendal Fluch oder Segen war, wird sich am morgigen Sonntag zeigen.

Dann empfängt die Mannschaft von Trainer Jörn Schulz den Torgelower FC Greif im heimischen Stadion „Am Hölzchen“. Anstoß der Oberliga-Partie ist um 14 Uhr.

„Es war mal ganz schön, dass die Jungs am Wochenende frei hatten. Da konnten sie abschalten vom Fußball.“ Der Cheftrainer der Eisenbahner glaubt nicht, dass die Pause dem Team wirklich geschadet haben könnte. Klar, nach zwei Siegen in Folge war seine Elf im Flow, hatte endlich Selbstvertrauen getankt und brannte auf den nächsten Einsatz. „Die Pause war aber schon in Ordnung. Wir haben in der ersten Woche ein bisschen weniger gemacht, in dieser aber wieder voll trainiert“, blickt Schulz zurück. Jetzt freuen er und seine Schützlinge sich darauf, dass der Ball wieder rollt.

So könnten sie spielen...

Mit dem Torgelower FC Greif reist eine Mannschaft an, „die einen anderen Fußball spielt als die Berliner.“ Ob das ein Vorteil für die Stendaler sein kann, vermochte der Trainer gestern noch nicht zu sagen. Er hat sich in den vergangenen beiden Wochen aber mit dem Gegner beschäftigt, hat sich mehrere Videos angeschaut und festgestellt: „Der Torgelower FC Greif ist eine gang-starke Mannschaft, die kompakt steht.“

Im Hinspiel konnte Lok beim 1:1 seinen ersten Saisonzähler verbuchen. Die Gäste aus Mecklenburg dürften den Rolandstädtern also liegen. In der Tabelle stehen sie zwar zwei Plätze und vier Punkte vor den morgigen Gastgebern. Doch gehen sie keinesfalls als haushoher Favorit in die Begegnung. „Ich denke, wir sind gut vorbereitet“, ist der Lok-Coach zuversichtlich, Zählbares in Stendal zu belassen. Nach wie vor liege das Stendaler Augenmerk darauf, „unser eigenes Tor zu verteidigen, so wie wir es auch in der gesamten Rückrunde gemacht haben.“ Es gelte, zunächst die Hausaufgaben zu erledigen. Doch im Laufe des Spiels müsse seine Elf natürlich offensiver werden, sagt Schulz. Gerade im heimischen Hölzchen. Diese Taktik ist zuletzt aufgegangen. „Wir haben die große Chance, den nächsten kleinen Schritt zu machen“, ist ihm bewusst.

Allerdings muss der 1. FC Lok auf zwei wichtige Säulen seines Spiels verzichten, die nicht einfach zu ersetzen sind. Niklas Buschke und Johannes Mahrhold sind privat verhindert. „Das wird schwierig zu kompensieren sein“, sagt der Trainer. Doch seine Elf sei in der Breite gut aufgestellt. „Da muss ich mir was einfallen lassen“, lässt er sich aber noch nicht in die Aufstellungskarten schauen. Buschke war immer gesetzt in der Startelf. Den flinken Linksaußen eins zu eins zu ersetzen, ist kaum möglich. Und auch Mahrhold habe in der Rückrunde fünf starke Spiele gemacht. „Aber ich denke, die Jungs, die da sind, werden alles geben, um einen Erfolg einzufahren“, bleibt Schulz optimistisch.

Das neu gewonnene Selbstvertrauen führt er darauf zurück, dass alle in der Winterpause sehr viel investiert hätten – zeitlich und von der Bereitschaft her. Aus kleinen Fortschritten im Spielaufbau sind dann auch irgendwann die erhofften Ergebnisse geworden. So können die Eisenbahner auch morgen mit breiter Brust auflaufen und den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen.

VON SABINE LINDENAU

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