Klassenziel fast erreicht – Ein Pünktchen fehlt noch

Nach zuletzt durchwachsenen Auftritten spielte Maik Aumann genau wie die ganze Mannschaft eine sehr gute erste Halbzeit. Halil Özcelik (r.) war gegen sein Ex-Team zwar in Höchstform, konnte den so wichtigen 2:1-Sieg von Stendal aber nicht verhindern. Foto: Rehberg

Stendal. Puh, das war wichtig! Durch den hart erkämpften, am Ende aber nicht unverdienten 2:1 (1:1)-Heimsieg über den Haldensleber SC hat Fußball-Verbandsligist 1. FC Lok Stendal einen ganz, ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Zwar ist dieser aufgrund eines Völpker Sieges in Oschersleben noch nicht in trockenen Tüchern, aber in greifbarer Nähe. Aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses muss in den verbleibenden drei Partien nur noch ein mageres Pünktchen her.

Zwar kam es im Vorfeld, der Halbzeit und nach dem Schlusspfiff zu einem Wiedersehen mit den Ex-Stendalern Stephan Boy, Halil Özcelik, Maik Stach und Daniel Gassel, auf dem Feld standen allerdings nur Stach und Özcelik. Hilfe aus der Börde für den ehemaligen Verein, der um den Ligaverbleib kämpfte, gab es nicht.

Die Unterstützung brauchte Lok aber auch nicht, riss die Uluc-Elf die Partie doch sofort nach Anpfiff an sich. Keine Minute war verstrichen, da steckte Dominik Eggemann gekonnt auf Martin Gebauer durch. Dieser scheitere aber ebenso wie nur zwei Zeigerumdrehungen später Kevin Assmann (nach sehenswerter Aumann-Vorlage) am ehemaligen Lok-Keeper Özcelik. Trotz der zwei vergebenen „Löwen“ ließen sich die Stendaler nicht aus dem Konzept bringen und spielten weiter munter auf. Durch die aggressive Spielweise – Lok ging bereits am HSC-Strafraum drauf – fand Haldensleben nicht statt.

Es war aber wie verhext. Auch die nächste Möglichkeit, als Marcel Werner artistisch nachsetzte und erneut Özcelik glänzend parierte, verpuffte ohne Zählbares. Dann war es aber doch so weit und Stendal netzte zum längst überfälligen 1:0 ein. Und das, mit dem wohl schönsten Treffer der Saison. Benedikt Nellessen drang an der Grundlinie entlang in den Strafraum ein, legte zurück auf den starken Eggemann, der mit einer Ballberührung im Zentrum Aumann bediente. Dieser schloss dann wuchtig in den Winkel ab – Traumtor (21.).

Auch wenn der Angriffswirbel in der Folge nachließ, hatte Lok die Partie doch bis zur 45. Minute voll im Griff. Aber eben nur bis dorthin. Mit der ersten Chance traf Grimm nach Matthias-Flanke zum 1:1.

Dieser Treffer setzte den Stendalern, die völlig konsterniert aus der Kabine kamen, zu. Prosovsky vergaß es allerdings zwei Minuten nach Wiederanpfiff die Partie völlig auf den Kopf zu stellen. Erst parierte Dida, den Nachschuss versiebte der HSC-Akteur. Zwar fingen sich die Hölzchen-Kicker in der Folge, echte Chancen blieben aber aus. Bis zum Auftritt von Eggemann, der sich zehn Minuten vor Schluss bei dem nassen Boden ein Herz fasste und aus der Distanz zum vielumjubelten Siegtreffer einnetzte.

Von Martin Rehberg

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