Salzwedel fügt Krüden/Groß Garz in der Landesklasse erste Niederlage zu – 3:1

Klasse schlägt Kampf

+
Stand in Krüden im Fokus: Der Salzwedeler Offensivmann Philip Müller (links) glich das Spiel erst aus und sorgte in der letzten Minute für die Entscheidung.

Krüden. Der unbedingte Wille, noch mehr zu erreichen, war ihnen nicht abzusprechen. Der SV Krüden/Groß Garz drängte auf den Ausgleich, mit aller Kampfeskraft die noch in ihnen steckte. Doch der letzte gute Angriff von Eintracht Salzwedel saß.

Philipp Müller, am Ende mit zwei Toren der Matchwinner, erzielte mit überlegtem Abschluss in der Schlussminute das 3:1. Die Salzwedeler hatten ihr Ziel Sieg erreicht, mit dem Erfolg endete denn auch die ungeschagenen Phase der Krüdener/Groß Garzer. Im siebten Spiel der Fußball-Landesklasse zeigte sich, dass individuelle Klasse Kampfgeist schlagen kann.

„Das passt schon“, befand Axel Prycia. Krüden/Groß Garz‘ Trainer ist erfahren genug, um zu wissen, dass es dauerhaft nicht reicht, mit Kampf-Fußball ungeschlagen durch die Liga zu marschieren. Außerdem kam mit der Eintracht ein Gegner, der wirklich Ambitionen auf die Spitze hat und nicht wie der SV überraschend oben mitspielt. Das vermeintliche Top-Spiel der achten Liga am Sonnabend blieb zwar lange offen, überlegen präsentierte sich Salzwedel dennoch. Burghardt Schulze, Coach der Eintracht sah „in der ersten Halbzeit mehr Fußball“, doch seine Mannschaft musste erst den Rückstand drehen. Diese Krüdener/Groß Garzer zu schlagen ist auch nicht so einfach, denn das Prycia-Team trat „engagiert“ und mit „Einsatzwillen“ auf, wie Schulze feststellte. „Damit kann in der Landesklasse sehr weit kommen“, so der Übungsleiter. In der Tat kämpfte sich der SV bisher ziemlich weit nach oben, durch die erste Niederlage tauschten die Kontrahenten vom Samstag aber vorerst die Plätze. „Es war ein Schritt in die richtige Richtung“, bewertete Schulze, dessen Auswahl neuer Tabellendritter ist. Das war Prycia mit seiner Mannschaft vor dem Spiel und ist jetzt Vierter. Dass die Salzwedeler in Krüden verdient gewannen, war irgendwie folgerichtig. „Das war der stärkte Gegner, den wir bisher hatten“, lobte Prycia. Seine Auswahl an Kämpfern zog nicht voll durch. „Es fehlt uns ein bisschen die Kraft“ , erkannte der Trainer. Die ersten sechs Spiele kosteten viel Kraft. Und gegen die Eintracht „kann man mal verlieren“, so Prycia. Der Wille allein zählt nicht.

Von Benjamin Post

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare