FUSSBALL – LANDESKLASSE Tangermünde will Derby bestimmen

Klare Saxonia-Vorgaben

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Tanger-Derby am morgigen Sonnabend: Sebastian Bäther (links) geht mit seinem FSV Saxonia Tangermünde als Favorit in das Landesklasse-Heimspiel gegen den SV Germania Tangerhütte.

Tangermünde/Tangerhütte – „Wir wollen unsere Heimserie ausbauen. Das ist dann das Optimalste, wenn das klappen würde."

Steffen Lenz, Trainer des Fußball-Landesklassisten FSV Saxonia Tangermünde macht kein großes Geheimnis daraus, dass im morgigen Derby ab 13 Uhr gegen den SV Germania Tangerhütte gepunktet werden soll. Die „Roten Adler“ haben alle fünf Heimspiele in dieser Saison mit einem Torverhältnis von 26:1 gewonnen.

Von einem Selbstläufer gegen Tangerhütte geht Steffen Lenz, der mit seiner Mannschaft auf dem dritten Platz steht, im Vorfeld jedenfalls nicht aus. Auch, wenn die Germania (12. Platz) aufgrund der sicheren Tabellensituation mit Blick auf den Klassenerhalt aktuell nicht viel zu verlieren hat und keinen Druck verspürt.

Dennoch hat der Saxonia-Coach klare Vorgaben an seine Spieler, die auf eigenem Platz umgesetzt werden sollen: „Wir beschäftigen uns nicht mit dem Gegner, sondern mit uns selbst.“ Dass der Kontrahent nicht sonderlich unter Zugzwang steht, hat auch Lenz vernommen. „Sicherlich kann Tangerhütte befreit aufspielen. Wir wollen unser Spiel aber durchbringen.“ Das heißt: ein geordneter und geduldiger Spielaufbau aus der Defensive heraus, um dann die gegnerische Abwehr im richtigen Moment auf dem falschen Fuß zu erwischen. Zudem wolle die Saxonia nach dem Spielausfall wieder in den Rhythmus kommen, erklärt Lenz.

Gegner Tangerhütte hat das gleiche Problem wie der Nachbar aus Tangermünde. Auch die Germanen um Trainer Jürgen Dobberkau konnten am vergangenen Wochenende aufgrund der Spielabsage nicht ins Landesklasse-Geschehen eingreifen. Die letzte Partie für beide Mannschaften liegt somit rund drei Wochen zurück. Möglicherweise bietet sich dem klaren Außenseiter Tangerhütte unter diesem Aspekt eine minimalistische Chance.

Die Statistik macht allerdings wenig Hoffnung auf eine Überraschung von Kapitän Sören Buchholz und Co.. Den letzten Punktgewinn gegen die Saxonen holte die Dobberkau-Elf im Juni 2013 beim 1:1. Seit dem wurden fünf Tanger-Derbys in Serie verloren. Die letzten beiden sogar mit 0:5 und 1:5.

Vor Anpfiff ist aber nicht alles schlecht beim Kreisoberliga-Meister der Saison 2017/2018. Personell gibt es bei der Germania einige Rückkehrer, die nach krankheitsbedingten Ausfällen wieder mit an Bord sein werden. Dennoch muss in der Abwehr, die die viertmeisten Gegentore (35) kassiert hat, improvisiert werden.

Diese Umstellungen in der Hintermannschaft kommen dann nicht gerade gelegen, wenn es ausgerechnet zu Saxonia Tangermünde, der stärksten Offensive der Liga, geht. „Wir wollen nicht unter die Räder kommen“, malt sich Coach Dobberkau im Prestige-Duell nicht wirklich viel aus. Eine erneute Derby-Klatsche soll aber möglichst verhindert werden. Tangerhütte wolle sich achtbar aus der Affäre ziehen, sagt Dobberkau.

VON PATRICK NOWAK

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