Kevin Nütten ist zurück

Ziel: Mit den Kumpels den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga schaffen

zwei Fußballer und ein Ball
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Kevin Nütten (r.) hat bei Eintracht Mechau als Stürmer und Abwehrchef überzeugt. Nun will der 29-Jährige mit dem ESV Lok Salzwedel durchstarten.
  • Renee Sensenschmidt
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Salzwedel – Die Fußballer des ESV Lok Salzwedel gehören in der 1. Kreisklasse Altmark West in der kommenden Saison zu den Titelfavoriten. Den Aufstieg in die Kreisliga hat sich insbesondere ein Spieler fest vorgenommen, der zu Saisonbeginn zu den Eisenbahnern zurückgekehrt ist – Kevin Nütten.

„Ich wollte noch einmal mit meinen beiden Kumpels Fabian Häberli und Patrick Schäfer in einer Mannschaft spielen“, meinte der 29-Jährige, der zuletzt acht Jahre beim Kreisoberligisten Eintracht Mechau gespielt hat und dort in den beiden vergangenen Spielzeiten auch der Kapitän war.

Die Jahre in Mechau möchte Kevin Nütten, der im Alter von vier Jahren im Nachwuchs von Eintracht Salzwedel unter Trainerin Helga Hilgenfeld mit dem Fußballspielen begonnen hat, nicht missen. Zuvor hatte der Linksfuß beim ESV Lok drei Jahre als Stürmer Erfahrungen im Männerbereich gesammelt. Offenbar nicht so schlecht, denn die Mechauer haben beim Salzwedeler nachgefragt, ob er in den Sportpark wechseln möchte. „Diese Anfrage hat mich geehrt und ich musste auch nicht lange überlegen. Der Reiz, in der Kreisoberliga spielen zu können, hat den Ausschlag gegeben.“ Bei der Eintracht konnte Kevin Nütten seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellen und sorgte mit dafür, dass sich die SGE stets im Mittelfeld behaupten konnte. „Trainer Peter Gerlach hat mich geprägt“, blickt der Stürmer zurück, der sich auch immer an den Leistungen seines Mitspielers Thomas Philipp („ein echtes Vorbild“) orientiert hat.

Doch ab der der Saison 2019/20 wurde die Luft für die Mechauer in der Kreisoberliga aufgrund personeller Engpässe dünner. Insbesondere im Deckungsbereich hatte die Eintracht Defizite. Der neue Trainer Gordon Mießner beorderte Kevin Nütten ins Abwehrzentrum, damit er dort seine Zweikampfstärke und Übersicht für die Mannschaft einbringen konnte. „Ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt und wo ich gebraucht werde“, hatte der Altmärker kein Problem mit seiner neuen Rolle, an der auch schnell Gefallen fand. „Tore erzielen ist gut, Tore verhindern aber auch.“ Stürmer und Innenverteidiger, da wundert es nicht, dass Robert Lewandowski und Mats Hummels die Vorbilder von Kevin Nütten sind. „Ich habe in Mechau Höhen und Tiefen erlebt. Aber wir haben immer zusammengehalten, miteinander und füreinander gekämpft. Ich gehe mit guten Erinnerungen“, blickt der Teamplayer zurück.

In Salzwedel zurück, spielt Kevin Nütten wieder Stürmer, gleich im ersten Test gegen Kreisligist SG Saalfeld und am vergangenen Wochenende in Breselenz gelang ihm jeweils ein Treffer. Obwohl er mit seinen 29 Jahren bereits zu den Routiniers im Team gehört, sieht Nütten bei sich selbst noch Verbesserungspotenzial. „Meine Kondition muss besser werden und im Kopfballspiel habe ich auch Reserven.“ Diese will er schnell erschließen, um unter Volldampf mit seiner Lok-Mannschaft in die Kreisliga zu fahren.

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