TORGARANTEN IN DER ALTMARK

Kevin Beyer: Der flexible Arbeiter

Kevin Beyer während seiner Zeit beim Möringer SV
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Voller Ehrgeiz: Kevin Beyer (links), hier während seiner Zeit beim Möringer SV, ist auf dem Platz flexibel einsetzbar und unermüdlich. Und neben seiner Kampfbereitschaft in der Offensive auch ziemlich torgefährlich.
  • Patrick Nowak
    vonPatrick Nowak
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Die einen sind schnell, wendig und schwer zu halten. Die anderen leben von ihrer Körperlichkeit und Wucht. Die eiskalten unter ihnen haben einfach nur den berühmten Riecher, der sich nicht trainieren lässt. Die Rede ist von waschechten Torjägern, die sich vom Typ vielleicht unterscheiden, im Kern aber eines gemeinsam haben: Sie machen den Unterschied aus.

Kevin Beyer ist kein klassischer Stürmer. Aber dennoch torgefährlich. Obwohl er sich in der Offensive auf Linksaußen am besten aufgehoben fühlt. Seinen Tordrang hatte der 28-Jährige vor allem während seiner Zeit beim SSV Havelwinkel Warnau und dem Möringer SV bewiesen. Doch der Rechtsfuß weiß, dass seine Trefferanzahl auch davon abhängig ist, „wie meine Mitspieler sind. Man schießt nur Tore, wenn man eine Mannschaft um sich hat. Das hatte bei Warnau und Möringen ganz gut geklappt.“

Als Flügelspieler benötigt es laut Beyer andere Voraussetzungen, um nicht nur als Vorlagengeber in Erscheinung zu treten. Der Angreifer im Zentrum muss gewisse Attribute mitbringen. Und diese waren beim Möringer SV vorhanden. „Ich hatte dort halt einen Wandspieler wie Patrick Huch oder Christian Seidel. Und das hat immer Spaß gemacht mit denen zu spielen, weil die genau wussten, wo meine Laufwege waren.“

Kevin Beyer war teil von Möringens „Vierer-Kombi“

Beyer hat ohnehin nur gute Erinnerungen an den MSV. Auf dem Platz habe man sich von hinten bis nach vorne immer gepusht, so der 28-Jährige. Und so zählte Möringen häufig zu den Mannschaften in der Landesklasse, die bei der Anzahl an geschossenen Treffern weit vorne zu finden war.

Beyer kennt die Gründe, weshalb das Toreschießen an der Pappelarena zum Hauptschwerpunkt wurde. „Wir waren immer eine Vierer-Kombi“, blickt Beyer auf die starke Offensivreihe bestehend aus sich selbst, Patrick Huch, Tim Reiter und Philipp Kühne zurück. Besonders Letzterer hatte Beyer zu dem einen oder anderen Treffer verholfen. „Das ist eigentlich der, der für uns die Tore vorbereitet hat“, erklärt er und weiß, welcher Trainer ihn am meisten geprägt hat.

Der hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Unter Heino habe ich auf jeder Position gespielt – außer im Tor.

Kevin Beyer über seinen damaligen Trainer Heino Kühne.

Mit sechs Jahren hatte Beyer beim Post SV Stendal mit dem Fußball begonnen. Dort spielte er in der Defensive, durchlief die gesamte Juniorenabteilung bis zum zweiten B-Jugendjahr. Durch Heino Kühne kam Kevin Beyer in die Nachwuchsabteilung des 1. FC Lok Stendal. Und Kühne sollte auf Beyers positive Entwicklung viel Einfluss nehmen.

„Der hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Unter Heino habe ich auf jeder Position gespielt – außer im Tor“, erklärt Beyer, der dadurch flexibel einsetzbar ist. Für ein halbes Jahr gelang ihm sogar der Sprung in den damaligen Verbandsligakader der Eisenbahner.

Eine Verletzung bremste ihn aus. Gemeinsam mit Heino Kühne schloss er sich dem SSV Havelwinkel Warnau an. Und die Spezialität um den dortigen kleinen Fußballplatz kann Beyer selbst aus erster Hand bestätigen. „Ja, auf jeden Fall. Das hat immer sehr viel Spaß gemacht – gerade in Warnau zu spielen, weil sehr viele Zuschauer da sind.“

Kevin Beyer

Alter: 28

Verein: Post SV Stendal

Position: Linksaußen

Rückennummer: 5

Vorbild: Marco Reus

Starker Fuß: rechts

Stationen:

Nachwuchs: Post SV Stendal, 1. FC Lok Stendal.

Herren: 1. FC Lok Stendal, SSV Havelwinkel Warnau, Möringer SV, Post SV Stendal.

Tor-Historie

Verbandsliga:

4 Spiele – 0 Tore

Landesliga:

18 Spiele – 6 Tore

Landesklasse:

190 Spiele – 114 Tore

Kreisoberliga:

13 Spiele – 6 Tore

Kreisliga:

1 Spiel – 1 Tor

Kreisklasse:

1 Spiel – 2 Tore

Auf dem Fußballplatz ist mir das eigentlich egal, wie viel ich laufen muss. Ich kämpfe mich da rein.

Kevin Beyer

Anschließend wechselte er zum Möringer SV. Der Flügelspieler wollte wieder im Stendaler Raum am Ball sein. Und fand sich beim MSV unter Kühne und anderen Trainern gut zurecht. Als Höhepunkt wurde der Landesliga-Aufstieg gefeiert. In der neuen Spielklasse waren Beyer und Co. als Neuling konkurrenzfähig.

Möringen musste mehr investieren. Beyer auch. An der Bereitschaft des Torgaranten mangelte es jedoch nicht. „Wir hatten eine heiße Truppe. Auf dem Fußballplatz ist mir das eigentlich egal, wie viel ich laufen muss. Ich kämpfe mich da rein“, offenbart Beyer, den die Rückennummer 5 bis heute durchgehend begleitet hat. Mittlerweile ist er wieder bei seinem Jugendverein Post Stendal SV aktiv. Dort, wo alles seinen Lauf genommen hatte.

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