HANDBALL – BUNDESLIGA: Aufsteiger Nordhorn hat in Magdeburg keine Chance

SCM kennt keine Gnade

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Robert Weber bejubelte sieben Tore gegen den SCM.

Magdeburg – Er wurde schon mit „Robert-Weber“-Rufen begrüßt, als er zum Warmmachen auf die Platte kam. Es war ein ungewohntes Bild für die Fans, den langjährigen Rechtsaußen des SC Magdeburg auf der anderen Seite zu sehen.

Doch der herzliche Empfang zeigte: Sie haben den Österreicher nicht vergessen. Auch als Weber mit seiner Mannschaft, der HSG Nordhorn-Lingen, einlief, jubelten die Magdeburger Anhänger für ihren einstigen Helden. Als die Partie gestern Abend vor rund 6.000 Zuschauern dann aber angepfiffen wurde, galten die Jubelrufe ausschließlich dem SCM. Und dieser setzte sich ohne große Mühe mit 39:27 (21:13) gegen den Bundesliga-Aufsteiger durch.

Lukas Mertens spielte von Beginn an auf Linksaußen. Er traf siebenmal für den SC Magdeburg. 

Der dritte Erfolg im dritten Spiel war ein Start-Ziel-Sieg für die Grün-Roten. Von Beginn an zeigte die Sieben von Bennet Wiegert den Gästen die Grenzen auf. Der Trainer ließ Matthias Musche auf der Bank. Dieser wäre der direkte Gegenspieler von Weber gewesen. Stattdessen spielte Lukas Mertens auf Linksaußen. Ohnehin rotierte Wiegert, gab nahezu jedem Spieler Einsatzzeiten.

Schnell konnte sich der SCM mit 4:1 absetzen (6. Minute). Doch dann wurden die Magdeburger ein wenig fahrlässig. Die Folge: Nordhorn-Lingen konnte zum 5:5 ausgleichen (8.). Zweimal war Weber mit Treffern vom Siebenmeterpunkt beteiligt. Doch über weite Phasen waren er und seine Teamkollegen dem schnellen Tempospiel des Bundesliga-Spitzenreiters nicht gewachsen. Dieser baute seinen Vorsprung sukzessive aus – zum Pausenstand von 21:13. Die Wurfquote mit 84 Prozent und die Quote der von Jannik Green gehaltenen Bälle mit 35 Prozent zeigten die Stärke der Gastgeber in der ersten Halbzeit auf.

Nach dem Seitenwechsel kam es noch schlimmer für die Nordhorner. Nach 38 Minuten lagen sie erstmals mit zehn Toren in Rückstand (25:15). Anders als drei Tage zuvor in Lemgo gönnten sich die Magdeburger keine Schwächephasen. Als Michael Damgaard in der 45. Minute zum 30:18 einnetzte, markierte er bereits den 100. Saisontreffer des SCM. Und das in der dritten Partie der noch jungen Spielzeit. In der Halle wurde es nun immer lauter. Die Wurfquote der Wiegert-Sieben war immer noch stark. Vor allem Marko Bezjak und Lukas Mertens glänzten im Abschluss – mit jeweils sieben Treffern bei sieben Würfen. Und so lag der SCM sechs Minuten vor Abpfiff schon mit 14 Treffern in Front (36:22). Nordhorn wollte nicht untergehen, kam noch einmal etwas näher heran. Als die letzte Spielminute begann, stand das Publikum auf und pushte ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen zum ungefährdeten 39:27-Erfolg.  sli

SC Magdeburg: Green, Thulin - O’Sullivan (4), Bezjak (7), Chrapkowski (1), Lagergren (1), Pettersson (5), Schmidt (3), Mertens (7), Damgaard (4), Kuzmanovski, Musa, Hornke (6), Steinert.

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