FUSSBALL – OBERLIGA Lok Stendal erwartet morgen den Greifswalder FC

Keine Spielabsage in Sicht

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Erleben wieder Wettkampfcharakter: Lok Stendals Sebastian Hey, Martin Krüger (Mitte) und Philipp Groß erwarten morgen den Greifswalder FC zum Pflichtspiel.

Stendal – „Es ist erstaunlich, dass wir momentan mit beiden Mannschaften auf einem ähnlichen Niveau sind“, sagte Jörn Schulz zum Abschluss der Vorbereitung. Für den Trainer des 1. FC Lok Stendal geht es nach der Winterpause am morgigen Sonntag mit dem Oberliga-Alltag weiter.

Der Greifswalder FC ist ab 13. 30 Uhr zu Gast.

Es handelt sich um die Nachholpartie vom 9. Spieltag, die im Oktober des vergangenen Jahres ausgetragen werden sollte. Auf eine erneute Absage möchten die Eisenbahner verzichten, da der Terminkalender recht eng ist. Zumal Lok am 29. März gegen Blau-Weiß Berlin eine weitere Begegnung aufholen wird. „Der Verein will unbedingt spielen und wir müssen ja auch spielen. Ich gehe da fest von aus und bereite die Mannschaft vor“, zeigte sich Schulz’ gestern auf AZ-Nachfrage optimistisch.

Dass der Gegner als Tabellendritter Favorit ist, kann nicht bestritten werden. Dennoch geht es für die von Roland Kroos trainierten Greifswalder wie für die Stendaler auch bei Null los. Darin liege die Hoffnung, erklärt Jörn Schulz im Vorfeld und weiß aber auch: „Die haben sich auf die Fahnen geschrieben, in die Regionalliga zu wollen.“ Mit dem Spitzenteam aus Mecklenburg-Vorpommern komme eine breite Masse an Aufgaben auf die Altmärker zu.

Stendals Coach bescheinigte dem Gegner Gefährlichkeit bei Standards und warnte vor Torjäger Appiah Peterson, der in zwölf Oberligaspielen elf Mal traf. Und somit so etwas wie das Gegenstück zu Stendals Stürmer Denis Neumann ist, der für seine Elf am häufigsten netzt. Aktuell verfügen die Gäste über die stärkste Abwehr der Liga und ließen nur zwölf Gegentore zu. Im Gegensatz zum Spitzenduo Tennis Borussia Berlin und Hertha Zehlendorf (beide 50 Treffer) ist der Tabellendritte mit 29 Toren etwas sparsamer vor dem gegnerischen Kasten.

Dennoch bietet sich für die Schulz-Elf morgen eine Gelegenheit, die nicht völlig ungenutzt gelassen werden sollte. Schließlich haben alle anderen Konkurrenten im Oberliga-Tabellenkeller an diesem Wochenende spielfrei. „Wenn man gegen so eine Mannschaft etwas mitnehmen kann, wäre das ein Riesen-Erfolg. Es wäre Gold wert für das Selbstvertrauen und die Tabelle“, könnte sich der 42-Jährige mit einem überraschenden Heimsieg im „Hölzchen“ Luft in der Abstiegszone verschaffen.

Während Martin Gödecke etwas angeschlagen ist, fallen Maurice Pascale Schmidt und Max Salge aus. Ansonsten ist der Lok-Kader bereit. Ob Stendal wie in der Vorbereitung früh attackiert, wird sich zeigen. Dagegen ist klar, dass die eigene Effektivität im Abschluss gegen gut geordnete Greifswalder passen muss. „Dann geht es auch darum diese Chancen, die uns vielleicht in die Füße kommen, dass wir die reinmachen“, betont Lok-Mittelfeldspieler Martin Krüger.

VON PATRICK NOWAK

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