Der neue SCM-Trainer Bennet Wiegert hat eine Verbindung nach Osterburg

Kein Unbekannter

Bennet Wiegert (rechts und kleines Bild) ist in Osterburg bekannt. Der ehemalige Nationalspieler war erst am vorigen Mittwoch noch bei Jörg Reitzig (links) zu Gast – und gab gestern Abend sein Debüt als SCM-Trainer.
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Bennet Wiegert (rechts und kleines Bild) ist in Osterburg bekannt. Der ehemalige Nationalspieler war erst am vorigen Mittwoch noch bei Jörg Reitzig (links) zu Gast – und gab gestern Abend sein Debüt als SCM-Trainer.
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Osterburg/Magdeburg. Als Jörg Reitzig mitbekam, was da beim SC Magdeburg los war, griff er zum Telefon. Doch der Empfänger des Anrufs war verhindert. Seit Dienstag muss sich Bennet Wiegert schließlich um die Magdeburger Bundesliga-Handballer kümmern.

Reitzig ließ es sich dennoch nicht nehmen, Wiegert zu seiner überraschend gestellten Aufgabe zu beglückwünschen. „Ich habe ihm schon gratuliert“, erklärte der Vorsitzender des HSG Osterburg gestern der AZ, nachdem er am Dienstag den Anrufbeantworter des neuen Trainers des SCM besprochen hatte. Der 33-jährige Chefcoach der Magdeburger ist ein Bekannter Reitzigs, er kennt ihn schon viele Jahre.

Erst vorigen Mittwoch war Wiegert – nicht das erste Mal – zu Gast in Osterburg – und kümmerte sich um den Nachwuchs der HSG (AZ berichtete). Dem Training mit den Jüngsten der Osterburger, im Rahmen einer Kooperation mit dem SCM und der Grundschule, folgte für den einstigen Nationalspieler und Erstliga-Profi aus Magdeburg eine Karrierestart im Oberhaus des Handballs. „So eine Chance muss man einfach nutzen“, sagt Reizig über Wiegert Antritt beim schwächelnden Aushängeschild des Landes. Der SCM scheute sich nicht, ihm nach seinem Posten als Jugendkoordinator und Drittliga-Übungsleiter der Youngsters den Job beim Nur-Tabellenelften der Bundesliga zu geben.

„Sie müssen schon Vertrauen in seine Arbeit haben“, schätzt Reitzig zum Profi-Trainer-Debüt seines Bekannten ein. Der tritt in die Fußstapfen seines Vaters Ingo, SCM-Coach in der Saison 1993/1994, den Reitzig übrigens noch länger kennt. Während sein Sohn fortan die handballerischen Top-Spieler der Region unter seinen Fittichen hat, betreut der Vater den Nachwuchs als Leiter des Kempa-Stützpunktes Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

Von der HSG, einer von sieben Stützpunkten im Land, haben es etwa Niklas Friedrich und Clemens Wetzel zum SCM geschafft. Beide spielen heute in der A-Jugend-Bundesliga des Magdeburger Vereins. Und wer weiß: Vielleicht dürfen sie bald unter Wiegert trainieren. Das wäre die nächste Verbindung nach Osterburg. Oder Bennet Wiegert kommt mal wieder vorbei. Jörg Reitzig würde sich freuen. Und wenn der nun engere Terminplan des neuen Chefs an der Platte, der gestern Abend mit einem Sieg startete (siehe Artikel rechts), das nicht zulässt, gibt es ja noch das Telefon.

Von Benjamin Post

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