Trainer Jörn Schulz bleibt am Boden bei Erfolgserie von Medizin Uchtspringe

Kein Grund zum Abheben

Wer Erfolg hat, umarmt sich öfter mal: Max von Stachelski (rechts) und David Büst jubeln über ein Tor, das ist derzeit keine Ausnahme. Foto: Post

Uchtspringe. Jörn Schulz hat im Fußball schon zu viel erlebt um abzuheben. Als Kicker kam er immerhin über die Landesgrenze hinaus, spielte unter anderem bei Werder Bremen II, Carl-Zeiss Jena oder Optik Rathenow und nicht zuletzt beim 1.

FC Lok Stendal, als die noch in der dritten Liga kickten. Als Trainer hat der 38-Jährige bisher nur das Zepter beim Landesklassisten Medizin Uchtspringe in der Hand und da läuft es derzeit ziemlich gut. Oder wie es Schulz sagt: „Das klappt ganz gut zur Zeit. “ Denn die Mediziner sind seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen und schicken sich an im Top-Bereich der Liga festzusetzen.

Vom Titel spricht der Coach nicht, sondern macht lediglich eine „gute Serie“ aus. Das ist es auch, doch aus der kann mehr werden. Die Mediziner hätten das Zeug dazu und das Saisonziel lautete Platz eins bis fünf. Denn die gute Form basiert auf Eigenschaften, welche die Mannschaft auch noch weiter nach vorne bringen lassen könnten als der momentane dritte Tabellenplatz.

Kader, Defensive, Offensive: Der Erfolg in Uchtspringe baut auf mehrere Säulen. Endlich hat Schulz mehrere Alternative auch wenn ihm arbeitsbedingt nicht immer alle Spieler zur Verfügung stehen. Doch in der jetzigen Phase bringen die eingesetzten Spieler, wer auch immer, den Erfolg. „Wir sind in der Breite besser aufgestellt“, merkt der Übungsleiter an.

Mit dem vorhandenen Personal steht sein Team hinten sicher und ist vorne gefährlich. „Wir kriegen kaum Gegentore“, stellt Schulz fest. Die Abwehr um Chef Michael Runge und den offensivstarken Verteidiger Manuel Stoppa (sechs Tore) steht. Die letzten fünf Spiele brachten ein Torverhältnis von 14:2 hervor, demnach trifft Medizin auch ziemlich gut. „Wir spielen schnell nach vorne“, weiß der Trainer, weshalb seine Mannschaft auch Tore erzielen kann.

Mit Top-Stürmer Marcel Brinkmann ist seine Elf „vorne schnell“ – und der Genannte traf auch schon fünf Mal. Bei einem Verhältnis von 17:8 stehen die Uchtspringer nach acht Spielen in der achten Liga. Und im Altmark-Strom-Pokal erreichte das Schulz-Team am Sonnabend das Achtelfinale – und schaltete dabei den Vorjahressieger Rot-Weiß Arneburg aus. 100 Prozent zufrieden war der Coach mit dem 2:1 nicht. „Wir müssen das Spiel früher entscheiden“, betonte Schulz.

Bei den Mediziner ist freilich noch Luft nach oben. In der Leistung und in der Tabelle sowie im Pokal. Am Wochenende ist Uchtspringe aber erstmal spielfrei.

Von Benjamin Post

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