Verbandsligist Lok Stendal nach zwei Nullnummern Zweiter bei Blitzturnier

Kein Eintrag nötig

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Hatte gegen Wendezelle um Stürmer Thomas Erich gut zu tun: Lok-Innenverteidiger Johannes Mahrhold. Die Null stand trotzdem.

Stendal. Das Blitzturnier des 1. FC Lok Stendal am Sonnabend wird wohl nicht in die Annalen des Vereins eingehen.

Viele Erfolge hatte der Klub in seiner Fußball-Historie errungen, die Veranstaltung im Stadion „Am Hölzchen“ zählt nicht zu den prickelnden Ereignissen der langen Lok-Geschichte. Da es nur ein Vorbereitungsturnier war, ist der zweite Platz und ein Eintrag in die Geschichtsbücher auch gar nicht nötig.

Kurzerhand, am Freitag, kam es zur Konstellation des Speed-Dates aus Lok, dem Landesligisten Blau-Weiß Brachstedt und dem niedersächsichen Bezirksligisten TSV Wendezelle. Die Brachstedter, die wie Wendezelle am Wochenende im Trainingslager in der Landessportschule Osterburg weilten, hinterließ noch den stärksten Eindruck bei dem Aufeinandertreffen und gewannen das Turnier. Den Blau-Weißen genügte ein 2:1-Sieg gegen Wendezelle.

In der Vorbereitung kommt es nicht auf Ergebnisse an und so bereiten auch die beiden Nullnummern der Stendaler gegen Wendezelle und Brachstedt in jeweils 45 Minuten kein Kopfzerbrechen. „Dafür, dass wir in den letzten zwei Wochen ein erhebliches Programm hatten, war für uns das Ergebnis heute einmal mehr nebensächlich“, erklärte Lok-Trainer Sven Körner.

Seiner Mannschaft fehlte noch die Durchschlagskraft in der Offensive, vor allem gegen die agilen Wendezeller wies Lok auch Lücken in der Defensive auf. In dem ersten Spiel des Verbandsligisten gegen den Gast aus Niedersachsen hätte Stendal auch gut und gerne nach einer Viertelstunde mit 0:3 zurücklegen können. Jedes Mal lief der TSV frei aufs Tor, jedes Mal parierte Lok-Torwart Bryan Giebichenstein stark. Die beste Stendaler Chance vergab Moritz Instenberg, der freistehend in der Schlussminute knapp neben den Kasten traf.

Instenberg war es auch, der gegen das tief stehende Brachstedt kurz vor dem Ende das Siegtor hätte erzielen können. Bei der zweiten Nullnummer im spärlich besetzten Hölzchen blieben die Tore wieder aus. Ergebnis Nebensache. „Vielmehr stand der Willen heute im Vordergrund“, konstatierte Körner. Seine Erkenntnis: „Die Jungs haben beide Halbzeiten zu Null gespielt und auch in der Offensive einige gute Aktionen gezeigt.“ Die personalgeschwächte Lok (nur Ersatztorwart Dominik Lemme und Benjamin Bubke saßen auf der Bank) hatte gegen die niederklassigen Gäste nicht mehr zu bieten.

• 1. FC Lok Stendal: Giebichenstein – Gebauer, Mahrhold, Schaarschmidt, Groß – Werner, Schubert – N. Breda, Instenberg, L. Breda – Buschke (Lemme, Bubke).

Von Benjamin Post

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