FUSSBALL Kontakt mit Infiziertem / Test negativ / Kein Training

Kein Corona bei Kolzenburg

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Tim Kolzenburg kann wieder lachen. Der Corona-Test fiel beim Lok-Mittelfeldakteur negativ aus.

Stendal – Die schneebedeckten Pisten auf Skiern hinabrauschen, dabei das Alpenpanorama vor Augen. Am Abend noch gemütlich in der Hütte beim Après Ski zusammensitzen . . . Skiurlaub in Südtirol kann traumhaft sein. In diesen Zeiten allerdings auch schnell zum Albtraum werden.

Tim Kolzenburg, Oberligaspieler des 1. FC Lok Stendal, war vor Kurzem im Rahmen einer Studienreise mit anderen Studenten seiner Universität im Skilager in den Alpen.

Ein Teilnehmer seiner Gruppe infizierte sich dabei mit dem Corona-Virus. Der Lok-Akteur hatte Kontakt zu ihm. Und anschließend auch zur Mannschaft. Doch der Test fiel negativ aus.

Von dem Verdachtsfall erfuhr Trainer Jörn Schulz am Freitag. Und informierte seine Schützlinge. Zunächst wurde das Freitagstraining ausgesetzt. Am Sonnabendmorgen teilte der Verein dann auf seiner Facebook-Seite mit, dass der Trainingsbetrieb auf Eis gelegt ist. „Nachdem ein Spieler unserer 1. Männermannschaft während einer Studienreise mit einem nun nachgewiesenen Coronavirus-Infizierten Kontakt hatte, ist dieser Schritt zum Schutz aller unumgänglich“, hieß es in dem Beitrag.

„Der Trainer ist zu Hause, er wurde auch von seinem Arbeitgeber freigestellt“, wusste Lok-Präsident Thomas Weise am Sonnabend um den Ernst der Lage. Gleichwohl die Gefahr eher gering sei, dass sich Coach und Spieler angesteckt haben könnten, gingen die Vereinsverantwortlichen sensibel mit dem Thema um. Der Trainer habe am Freitag alle Spieler gebeten, möglichst daheim zu bleiben und soziale Kontakte auf ein Minimum zu begrenzen. Für eine Quarantäne sei es noch zu früh. Diese könne ohnehin nur das Gesundheitsamt aussprechen, sagt der Lok-Präsident.

Gestern Abend dann die Gewissheit: Kolzenburg hat sich nicht mit dem Corona-Virus infiziert. Der Verein gab auf seiner Facebook-Seite Entwarnung. „Der 1. FC Lok Stendal teilt gern eine positive Nachricht für unseren Verein und vor allem für unseren Spieler Tim Kolzenburg mit: Der am gestrigen Vormittag bei Kolze durchgeführte Test auf das neuartige Coronavirus hatte das Ergebnis: Negativ. Somit herrscht vorerst Erleichterung in unserem Verein.“ Weitere Maßnahmen würden nach der Vorstandssitzung, die heute Abend stattfinden soll, bekannt gegeben.

Die gute Serie zuletzt mit einem Sieg und zwei Unentschieden, die ansteigende Formkurve, ein mögliches Nachlegen im Sechs-Punkte-Spiel beim Charlottenburger FC Hertha ... Das sportliche Geschehen rückt in den Hintergrund. Bis Spieler und Verantwortliche wieder auf die Oberliga schauen können, werden weitere Wochen der Ungewissheit vergehen.

Mindestens zwei Wochen wird in den Ligen des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) nicht gespielt. Dass es danach weitergehen kann, scheint unrealistisch. Bundesweit wird über ein vorzeitiges Ende der Saison spekuliert. Bei Lok wurde auch der Trainingsbetrieb eingestellt. Nicht nur in der 1. Männermannschaft. Sämtliche Teams pausieren. Auch der Nachwuchs, da ab heute die Schulen und Kindertagesstätten in Sachsen-Anhalt geschlossen sind. Wie lange die Situation anhält, kann niemand sagen. Weder die Lok-Verantwortlichen noch Behörden oder Virologen.

VON SABINE LINDENAU

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