Handball – Sachsen-Anhalt-Liga: Oebisfelde verliert 30:33

SVO kassiert bittere Niederlage

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Paula Gerlach (am Ball), hier bei einem Wurf aus dem Rückraum, erzielte insgesamt vier Treffer für die Damen des SV Oebisfelde.

Oebisfelde. Im ersten Spiel der Sachsen-Anhalt-Liga vor heimischem Publikum gab es für die Frauen des SV Oebisfelde eine bittere 30:33 (16:20)-Niederlage gegen Spitzenreiter BSG Aktivist Gräfenhainichen.

Einerseits haderte der SVO vor allem in der ersten Hälfte mit den üblichen technischen Fehlern, zum anderen hatten die Gastgeberinnen mit dem Schiedsrichtergespann Göran Gudat/Bruno Nisser einen zusätzlichen Gegner, welcher die Allerstädterinnen mit fragwürdigen Entscheidungen klar benachteiligte.

Zu Beginn lagen die Gastgeberinnen schnell mit 0:2 hinten (2.), ehe Franziska Dietz zum 2:3 verkürzte (6.). Durch Hanna Langbartels (10.) kam der SVO erstmals zum Ausgleich - 5:5. Doch wie nah Licht und Schatten beieinanderliegen, zeigte sich in den folgenden Minuten. Gelang Anna Schröder noch der 6:7-Anschluss (12.), fingen sich die Allerstädterinnen im Gegenzug gleich zwei Treffer zum 6:9 ein (13.). Beim 7:11-Rückstand musste Coach Christian Herrmann die Reißleine ziehen und nahm die Auszeit (14.). Die schien Wirkung zu zeigen, denn die SVO-Damen kamen zum 14:14-Ausgleich (24.). Nach einem erfolgreichen Konter durch Josefin Meyer zum 16:16 (27.), gab es gleich drei Gegentore zum 16:19, dazu sah Lena Witzke nach ihrer dritten Zeitstrafe die Rote Karte (29.). In Unterzahl ging es beim Stand von 16:20 in die Halbzeitpause.

Konnten Josefin Meyer und Yvonne Malinowski zum 18:20 verkürzen (33.), sah dann Beatrice Franke (33.) nach einer Abwehraktion ebenfalls die Rote Karte. In Unterzahl gelang Yvonne Malinowski der 19:20-Anschluss (35.) und die Herrmann-Sieben zeigte Moral. Beim Stande von 20:23 (40.) trafen Josefin Meyer (2), Paula Gerlach, Hanna Langbartels und Franziska Dietz zur 25:23-Führung (45.). Bis zum 29:29 war der SVO ebenbürtig. Dann kam der Knackpunkt. Nach Zeitstrafen war die Herrmann-Sieben teilweise nur mit zwei Feldspielerinnen auf der Platte. In dieser Phase und mit nachlassenden Kräften des SVO zogen die Gäste auf 29:33 davon.

„Ich kann meinen Mädels heute keinen Vorwurf machen. Das war schon deutlich besser als im Pokalspiel. Jetzt müssen wir wieder aufstehen und nach vorn schauen“,zog SVO-Trainer Christian Herrmann ein kurzes Fazit.

• SV Oebisfelde: Hübe, N. Gerlach - H. Langbartels (2 Tore), Stöter, Brosig, Dietz (6), P. Gerlach (4), A. Müller (2), Schröder (1), Meyer (9), Franke (2), Malinowski (2), Witzke (2).

Von Jörg Staade

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