FUSSBALL – ALTMARKSTROMPOKAL: RWA trifft auf OFC, Medizin auf KSV

Kampf um zwei Finaltickets

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Das hätte was: Wenn dem Osterburger FC, hier mit Lennart Müller (l.) und dem Kreveser SV, hier mit dem gesperrten Andreas Thiede, der Einzug ins Pokalfinale gelänge, würde im Endspiel ein echtes Derby anstehen. 

Uchtspringe/Arneburg – Der Altmarkstrompokal geht am heutigen Sonnabend und am Ostermontag in die heiße Phase: Die Halbfinal-Begegnungen stehen an.

Zunächst empfängt der SV Medizin Uchtspringe heute den Kreveser SV, ehe Titelverteidiger Rot-Weiß Arneburg zwei Tage später gegen den Osterburger FC den erneuten Sprung ins Endspiel schaffen will.

Medizin Uchtspringe - Kreveser SV (Heute, 14 Uhr).

In der Liga oben dabei, im Pokal auf dem Weg ins Finale: Für den SV Medizin Uchtspringe läuft die Saison weitaus besser als anfangs erwartet. Trotz der Kaderprobleme kann sich die Mannschaft von Trainer Rico Matschkus behaupten. Und ordnet dem großen Saisonziel, das Finale im Altmarkstrompokal zu erreichen, alles unter. „Jetzt, wo wir im Halbfinale stehen, wollen wir natürlich auch gewinnen“, sagt der Coach, der sich auf das heutige Heimspiel freut. Die jüngste Niederlage in der Landesklasse gegen Möringen ist nicht mehr in den Köpfen. Die Mediziner sind fokussiert auf den Kreveser SV. „Ein unbequemer Gegner“, sagt Matschkus. Er rechnet mit einer kampfbetonten Partie. Die Favoritenrolle will er nicht so ganz annehmen, da Pokalspiele ihre eigenen Gesetze haben.

Sein Kreveser Pendant sieht das anders. „Ich habe keine allzu großen Hoffnungen“, sagt Holm Hansens, der nicht nur auf verletzte Akteure, sondern auch den rotgesperrten Andreas Thiede verzichten muss. Ohnehin scheint Krevese ein Halbfinal-Trauma zu haben: 2017/18 verlor die Mannschaft gegen Arneburg, 2013/14 gegen Goldbeck, 2008/09 gegen Post Stendal und 2007/08 gegen Seehausen. „In Uchtspringe ist es schwierig, da geht es immer zu Sache“, geht auch Hansens von einer intensiven Begegnung aus. Seine Elf hat als Außenseiter allerdings nichts zu verlieren.

Rot-Weiß Arneburg - Osterburger FC (Ostermontag, 14 Uhr).

Das Hinspiel in der Liga haben die Gastgeber beim OFC mit 2:1 für sich entscheiden können. Und so gehen die Arneburger am Ostermontag auch als Favorit in das Pokal-Halbfinale. Schon allein von der Tabellenkonstellation her. „Bei solchen Spielen kommt es immer auf die Tagesform an. Die Jungs sind heiß. Wir waren in der letzten Zeit erfolgreich im Pokal und wollen ins Finale“, sagt Mario Bittner, sportlicher Leiter der Rot-Weißen. Und: „Osterburg kann man schwer einschätzen. Das ist eine junge und ehrgeizige Truppe. Da kann man sich schon mal 90 bis 120 Minuten straffen.“ Der Tabellenvierte der Landesklasse muss auf Torwart Tobias Maier (Muskelfaserriss) verzichten. Das soll auf dem Weg ins Endspiel aber kein Hindernis sein. „Das Finale ist diesmal in Stendal. Und wir haben auch einige Stendaler, die bei uns spielen. Da spielen natürlich einige Faktoren mit“, sagt Bittner. Sonderlich motivieren muss Trainer Oliver Nagel keinen seiner Schützlinge.

Doch auch die Osterburger reisen mit dem gleichen Ziel an die Elbe. „Wenn man im Halbfinale steht, dann möchte man nicht verlieren“, sagt Trainer Ronald Göthe. In der Liga lief es für seine Mannschaft in den zurückliegenden Wochen nicht so gut. Der letzte Sieg liegt sechs Wochen zurück. Dennoch möchte sich der Tabellenzehnte am Ostermontag nicht verstecken. In die Aufstellungs- und taktischen Karten lässt sich Göthe nicht schauen.

VON SABINE LINDENAU UND PATRICK NOWAK

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