Fußball – Kreisoberliga: Empor-Elf bezwingt Elbe Uetz mit 7:1 / Schinne fertigt die Lok-Reserve mit 6:2 ab

Kamern und Schinne in Torlaune

Die Reserve des 1. FC Lok Stendal (l. Pascal Lemke) konnte beim 2:6 gegen Eintracht Schinne um Jonas Kirchner (r.) nur eine Halbzeit lang mithalten. Foto: Stephan
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Die Reserve des 1. FC Lok Stendal (l. Pascal Lemke) konnte beim 2:6 gegen Eintracht Schinne um Jonas Kirchner (r.) nur eine Halbzeit lang mithalten.

Altmark. Empor Kamern und Eintracht Schinne verkürzten am 16. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga zwar den Rückstand auf Tabellenführer Germania Tangerhütte – allerdings nur, weil das Spiel der Tangerstädter kurzfristig abgesagt werden musste.

Am Sonnabend fielen noch zwei weitere Partien den widrigen Platzbedingungen zum Opfer, sodass es leider nur ein abgespeckter Auftakt in die Rückrunde war.

Die Partien im Überblick:

ASV Weiß-Blau Stendal – Post SV Stendal 0:1 (0:0) 

Das Stendaler Stadtderby war von einem überschaubaren Niveau geprägt. Während Gastgeber Weiß-Blau nur das Nötigste tat, wollte bei der Post-Elf irgendwie kein Spielfluss aufkommen. „Positiv war nur, dass wir nach der fragwürdigen Roten Karte gegen Chris Rosentreter in Unterzahl die Führung erzielt hatten“, sagte Post-Coach Steffen Lenz nach dem knappen Auswärtssieg. Bis zum Schluss kämpfte Post zu zehnt und rettete den knappen Vorsprung am Ende auch über die Zeit. Mann des Tages war Oliver Gericke, der mit seinem Tor für Post die Weichen auf Sieg stellte. „Der Dreier war für uns das Wichtigste. Aber wir freuen uns natürlich auch, dass wir in der Tabelle jetzt an Weiß-Blau vorbeigezogen sind“, so Lenz.

• Tore: 0:1 Oliver Gericke (75.).

• Bes. Vork.: Rote Karte gegen Post-Spieler Chris Rosentreter wegen Schiedsrichterbeleidigung (52.).

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Germania Klietz – Eintracht Lüderitz 1:1 (1:1) 

„Wir hatten uns zwar mehr ausgerechnet, vom Spielverlauf her war es aber ein gerechtes Unentschieden“, fand Sören Stamer, Trainer von Germania Klietz. Die Gäste schockten die Platzherren bereits in der zweiten Minute mit einem Gegentor. Nach etwa 20 Minuten hatten sich die Klietzer dann allerdings gefangen. „Mit der ersten Chance ist uns gleich der Ausgleich gelungen“, berichtete Stamer. Nach dem Seitenwechsel gab es auf beiden Seiten nur sehr wenige Torchancen, was auch an den schwierigen Platzverhältnissen lag. Lüderitz konterte, Klietz scheiterte einmal am Pfosten – so blieb es beim Unentschieden, das den Gästen sicherlich mehr hilft als der Germania.

• Tore: 0:1 Kay Sturm (2.), 1:1 Tom Faltis (23.).

• Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte gegen den Lüderitzer Kevin Tuchen (76.).

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Blau-Gelb Goldbeck – Kickers Seehausen 1:2 (1:1)

Obwohl Gastgeber Goldbeck die erste Halbzeit dominierte, gingen am Ende die Gäste aus Seehausen als Überraschungssieger vom Feld. Die Blau-Gelben führten nach einer knappen halben Stunde verdient mit 1:0, während Seehausen nur auf Konter setzte. Nach einer Standardsituation köpfte Gästestürmer Tim Nowak schließlich zum 1:1-Ausgleich ein, ehe Michael Prycia kurz nach Wiederbeginn das zweite Tor für Seehausen erzielte. „Wir haben dann hinten dichtgemacht, Goldbeck hat sich an unserer Abwehr die Zähne ausgebissen“, erklärte Jens Bremer, Mannschaftsverantwortlicher der Kickers. Zwar hatten beide Seiten noch die Chance auf ein weiteres Tor, am Ende blieb es aber beim knappen Auswärtserfolg für die Gäste. „Unser Sieg geht aufgrund der besseren zweiten Halbzeit in Ordnung“, fand Bremer. Goldbecks Trainer David Rose ärgerte sich indes, dass seine Mannschaft am „eigenen Unvermögen“ gescheitert ist. „Mich eingenommen, beim zweiten Gegentor sah ich nicht gut aus“, sagte Rose selbstkritisch.

• Tore: 1:0 Christoph Baumann (27.), 1:1 Tim Nowak (37.), 1:2 Michael Prycia (56.).

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Empor Kamern – VfB Elbe Uetz 7:1 (3:0)

Das Spiel stand aufgrund der grenzwertigen Bodenverhältnisse kurz vor der Absage. Das beeindruckte Kamern aber keineswegs. Die Empor-Elf nahm von Beginn das Spiel in die Hand und holte sich durch die frühe Führung zusätzliche Sicherheit. Kreisoberliga-Schlusslicht Uetz bemühte sich zwar, kam aber kaum gefährlich vor das Tor. „Auf unserer Seite ist nichts angebrannt“, kommentierte Kamerns Spielertrainer Benjamin Scheel die schwachen Angriffsbemühungen der Gäste. Nach der 3:0-Pausenführung baute Empor den Vorsprung dann sukzessive aus, die tapfer kämpfenden und fair spielenden Uetzer wurden schließlich noch mit einem Ehrentreffer belohnt. „Das war wieder ein sehr guter und ungefährdeter Auftritt von uns“, jubelte Scheel nach dem Abpfiff.

• Tore: 1:0 Johannes Pfüller (8.), 2:0 Christoph Przyborowski (30.), 3:0 Martin Bartsch (38.), 4:0 Christoph Przyborowski (57.), 5:0 Silvio Schulz (80.), 6:0 Martin Bartsch (84., Foulelfmeter), 6:1 Tobias Mielke (85.), 7:1 Benjamin Scheel (86.).

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1. FC Lok Stendal II – Eintracht Schinne 2:6 (2:3) 

Neu-Trainer Robert Riep musste mit der Lok-Reserve am Sonnabend eine deutliche Heimniederlage einstecken, denn Gegner Schinne war von Beginn an überlegen. „Wir haben uns gute Chancen herausgearbeitet und diese auch genutzt“, freute sich Gäste-Coach Lars Reifke. Seine Mannschaft verlegte sich fast ausschließlich auf die Offensive und kassierte aufgrund von Stellungsfehlern vor der Halbzeit die beiden Gegentreffer. „Nach der Pause standen wir hinten dann kompakter“, berichtete Reifke. Trotzdem vergaß Schinne das Toreschießen nicht und schoss in Person von Marcel Weidebach schließlich noch einen ungefährdeten 6:2-Erfolg heraus. „Wir hätten sogar noch das eine oder andere Tor mehr erzielen können, aber es ist für uns auch so ein gutes Ergebnis“, sagte Reifke abschließend.

• Tore: 0:1 Tomasz Hampel (14.), 0:2 Noah Saeg (18.), 1:2 Dustin Hallmann (29.), 1:3 Kevin Assmann (36., Foulelfmeter), 2:3 Dustin Hallmann (45.), 2:4, 2:5, 2:6 Marcel Weidebach (65., 74., 86.).

Von Christian Buchholz

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