FUSSBALL: 1. FC Lok begrüßt Baudis und freut sich auf Instenberg

Kader nimmt Konturen an

Auf dem Weg zu alter Klasse befindet sich Lok-Spielmacher Moritz Instenberg (rechts), der seine Kreuzband-Verletzung in der laufenden Vorbereitung endgültig hinter sich lassen möchte.
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Auf dem Weg zu alter Klasse befindet sich Lok-Spielmacher Moritz Instenberg (rechts), der seine Kreuzband-Verletzung in der laufenden Vorbereitung endgültig hinter sich lassen möchte.
  • Tobias Haack
    vonTobias Haack
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Stendal – Fußball-Oberligist 1. FC Lok Stendal steckt seit gut zwei Wochen in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Die Mission des Tabellenvorletzten ist dabei klar definiert: Der Klassenerhalt soll her – und das um jeden Preis.

Da die meisten anderen Mannschaften der Nord-Staffel den Altmärkern individuell überlegen sind, legt Trainer Jörn Schulz das Augenmerk bislang auf die Physis seiner Spieler.

Die Idee dahinter ist simpel: Wenn schon nicht fußballerisch, dann möchte Lok wenigstens körperlich besser sein als die Konkurrenz. Um dennoch die nötige Abwechslung zwischen Laufen, Schwimmen und Krafttraining zu bekommen, hat Schulz eine Reihe von Testspielen vereinbart. Partie Nummer eins fiel am Mittwochabend schon mal aus. „Für uns ist das natürlich eine kleine Katastrophe“, kommentierte Schulz die kurzfristige Absage von Testgegner Rot-Weiß Arneburg. Ersatz fand sich auf die Schnelle nicht mehr.

Während also der detailliert ausgeklügelte Vorbereitungsplan am Mittwoch nicht ganz eingehalten werden konnte, gab es zumindest personell gute Nachrichten für Stendals Trainer. Wie der Verein bekannt gab, ist die Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers Patrick Baudis nun unter Dach und Fach. Trotz seiner noch jungen 21 Jahre bringt der Neuzugang ordentlich höherklassige Erfahrung mit.

Nach seinen Jugendstationen Eintracht Salzwedel und 1. FC Magdeburg zog es den gebürtigen Lüchower in die Regionalliga zu Budissa Bautzen, Germania Halberstadt und Optik Rathenow, wo sein Vertrag im Winter aufgelöst wurde. Nun verschlägt es Baudis wieder in die Altmark, wo er die wacklige Lok-Defensive stabilisieren soll und bei seiner Vita im Zentrum gesetzt sein dürfte. „Seine Verpflichtung soll auch unsere Vereinsphilosophie verdeutlichen, weiterhin junge Spieler aus der Region an uns zu binden, um kontinuierlich erfolgreich sein zu können“, unterstreicht Schulz in der offiziellen Mitteilung des Vereins die Idee hinter dem Transfer. Baudis hat am „Hölzchen“ einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 unterschrieben, der laut AZ-Informationen auch für die Verbandsliga gültig ist.

Im zentralen Mittelfeld der Stendaler könnte Baudis schon bald an der Seite von Moritz Instenberg auflaufen. Der Spielmacher befindet sich nach seiner Kreuzbandverletzung im Herbst 2017 weiter auf dem Vormarsch und drängt zurück in die Stammformation. „Er hat bis jetzt jede Trainingseinheit voll mitmachen können und ist auf einem sehr guten Weg. Wenn er fit bleibt, wird er uns wieder einen großen Qualitätssprung bringen können“, ist Schulz in der Personalie Instenberg zuversichtlich.

Ob sich der 1. FC Lok bis zum Transferschluss am 31. Januar nochmal verstärken wird, ließ der Lok-Coach offen: „In der Breite sind wir schon sehr gut aufgestellt. Ein weiterer Transfer macht nur noch Sinn, wenn der Spieler uns sofort weiterhelfen würde.“ Gesucht wird aber wohl noch nach einem Torjäger.

VON TOBIAS HAACK

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