Mario Forstreuter geht von Rot-Weiß Arneburg mit einem Titel und will erstmal pausieren

Wie Jupp und Pep

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Hatte Grund zu Tanzen – und tanzt ab: Mario Forstreuter (Mitte) gewann mit Arneburg den Altmarkpokal.

bp Arneburg. Jupp Heynckes ging mit dem Pokal beim FC Bayern München, auch Pep Guardiola beendete beim FC Barcelona eine Trainerstation mit dem Titel. Bayern-Fan Mario Forstreuter auch.

Nicht in Fußball-Bundesliga oder in der Primera Division, aber immerhin in der Landesklasse „Klar, es war eine toller Abschied“, sagte der scheidende Coach des Achtligisten Rot-Weiß Arneburg. Forstreuter holte mit den Arneburgern am Sonnabend mit dem Sieg gegen den Liga-Konkurrenten Medizin Uchtspringe noch den Altmarkpokal und geht. Seine Zukunft lässt er offen.

Dass der Übungsleiter irgendwo anders in der Altmark anheuert, ist denkbar. Nicht aber zur kommenden Saison. Da will Forstreuter seine Trainerkarriere ruhen lassen. „Ich bin noch ein sehr junger Trainer“, erklärt der 30-Jährige. Forstreuter hat also demnach noch viel Zeit Titel zu holen. Dass er mit seiner Mannschaft nach drei Jahren zum Abschluss seiner Arbeit den hiesigen Pokalwettbewerb gewann, den ersten in der Vereinsgeschichte der Rot-Weißen, lässt ihn als jungen, aufstrebenden Coach nicht kalt.

Das letzte Spiel, vor einer Kulisse von 722 Zuschauern im Bismarker Waldstadion, mit der Entscheidung im Elfmeterschießen (8:7), sei ein „emotionaler Moment“ gewesen. Nach dem ersten Titelgewinn seiner Laufbahn an der Seitenlinie lässt ihn vielmehr mit einem Staunen zurück. „Dass es so gut gelungen ist ...“, wundert sich Forstreuter. Doch beim Blick auf sein Team wundert das nicht. „Wir haben eine tolle Mannschaft“, sagt der Abgänger. So wundert es ebenso nicht, dass Forstreuter über „tolle Jahre“ mit seinem Team spricht. Seine Bilanz als Übungsleiter: Der siebente Tabellenplatz in der Spielzeit 2012/2013, Rang fünf in 2014 und in der abgelaufenen Saison auf neun. Der Nachfolger übernehme eine „intakte Mannschaft“. Wer es wird, ist noch offen. So wie die Zukunft von abgehenden Trainers. Aber wer mit einem Pokal geht, kann auch woanders noch einen holen. Siehe Pep Guardiola, der nach seinem Abgang 2012 bei Jupps FC Bayern erfolgreich anheuerte.

Von Benjamin Post

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