Handball: SG Seehausen empfängt mit dem HSV Hamburg heute wieder einen Bundesligisten

18 Jahre Wartezeit vorbei

Handball-Weltmeister Pascal Hens (links) wird den HSV Hamburg heute Abend in Seehausen als Kapitän aufs Feld führen. Für die Hanseaten bildet das Testspiel gegen die SGS den Abschluss des Wintertrainingslagers, dass sie unter der Woche in Wittenberge abhielten. Foto: picture-alliance

Seehausen. Lange ist es her und vom aktuellen Kader der SG Seehausen war lediglich Spielertrainer Thilo Hennigs mit dabei. Am 13. Juni 1997 empfingen die Wischestädter letztmals einen Bundesligisten zum Freundschaftsspiel. Damals war es der SC Magdeburg.

Es folgten weitere Höhepunkte in der Wischelandhalle, wie das Duell mit den SCM-Allstars 2004 und ein Testspiel des Magdeburger Profi-Teams gegen Tel Aviv 2007. Heute Abend wird mit der Partie gegen den HSV Hamburg (Anwurf: 20 Uhr) ein weiteres Kapitel Seehäuser Handball-Geschichte geschrieben, denn erstmals geht es gegen einen ehemaligen Champions League-Sieger.

„Die müssen sich auf jeden Fall warm anziehen“, scherzt Hennigs, der sich vor allem für seine Mannschaft freut, dass sie ein solches Kräftemessen gegen ein renommiertes Bundesliga-Team miterleben darf. „Die Halle wird aus allen Nähten platzen. Selbst wenn wir 0:15 hinten liegen und dann erst unser erstes Tor werfen, wird die Stimmung explodieren. Sowas mitzumachen, ist schon toll. Die Vorfreude bei uns ist riesig“, so Hennigs.

Doch bevor die Handballparty des Sachsen-Anhalt-Ligisten gegen den Bundesliga-Elften mit den ehemaligen deutschen Weltmeistern Johannes Bitter, Pascal Hens und Torsten Jansen steigen kann, gab es viel zu organisieren. „Wir haben spezielle Eintrittskarten gedruckt, die Halle musste vorbereitet werden, um Schiedsrichter mussten wir uns kümmern. Es war einiges zu tun“, gibt Seehausens Handball-Abteilungsleiter Frank Leo einen groben Einblick in die Arbeit im Vorfeld.

Inzwischen sind die Vorbereitungen zu aller Zufriedenheit abgeschlossen und auch der Kartenvorverkauf lief auf Hochtouren. „Aktuell sind über 450 Karten verkauft. Es wird aber auch noch einige Karten an der Abendkasse geben“, erklärte Leo gestern gegenüber der Altmark-Zeitung. Aufgrund des zu erwartenden Zuschauerandrangs empfiehlt die SG Seehausen allen Gästen wenn möglich ohne Auto anzureisen beziehungsweise auf die Parkplätze an der Schule auszuweichen. Die Türen der Wischelandhalle öffnen für alle Zuschauer ab 18 Uhr.

Etwa eine halbe Stunde später wird dann der HSV-Tross anreisen. Die Hanseaten kommen direkt aus Wittenberge, wo sie in dieser Woche ein Trainingslager absolvierten. Das abschließende Testspiel gegen die SGS kam dann über Kontakte von Seehausens Rückraumspieler Alexander Söhnel zustande.

Bis auf zwei Spieler, die an der WM in Katar teilnehmen, wird der HSV heute Abend in Bestbesetzung antreten. Über den sportlichen Ausgang gibt es deshalb im Vorfeld keine Zweifel, wenngleich sich Seehausen mit vollständigem Kader ein bisschen was vorgenommen hat. „Wenn Hamburg ernst macht, werfen wir keine zehn Tore. Ich hoffe aber, dass wir zwischen 15 und 20 Tore schaffen“, gibt Spielertrainer Hennigs das Ziel aus. Im Juni 1997 knackte Seehausen übrigens die 20-Tore-Marke. Die Partie gegen den SC Magdeburg wurde damals mit 21:60 verloren.

Von Tobias Haack

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare