Führungswechsel beim KFV Volleyball

Vorsitzender Ingo Ahlberg reicht nach 16 Jahren den Staffelstab weiter

Vier Volleyball-Spieler und ein Pokal
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Zu den Aufgaben des scheidenden KFV-Vorsitzenden Ingo Ahlberg (l.) gehörte auch die Ehrung erfolgreicher Mannschaften. Wenn dann noch die eigenen Volleyball-Freunde Brietz siegten, war die Freude besonders groß.
  • Renee Sensenschmidt
    VonRenee Sensenschmidt
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Altmark – Wenn heute Abend im Winterfelder „Wieseneck“ der Kreisfachverband Volleyball einen neuen Vorstand wählen wird, dann steht der langjährige Vorsitzende Ingo Ahlberg nicht mehr zur Verfügung. „Man muss loslassen können und den Staffelstab weiterreichen. So hat es mein Vorgänger auch getan“, erinnert sich der 61-Jährige an seine erste Wahl zum Kreisvorsitzenden, als er vor 16 Jahren auf Horst Theuer folgte.

Geboren in Weißwasser fand Ingo Ahlberg früh den Weg zum Sport. Nicht als Eishockeyspieler, dieser Sport hat dort eine große Tradition, sondern als Ringer. Im griechisch-römischen Stil bestritt der Lausitzer seine Wettkämpfe, bei denen er es als Jugendlicher bis zum zweiten Platz bei der DDR-Meisterschaft geschafft hat. Sein Studium (Lehramt) führte ihn dann nach Berlin, hier rang Ingo Ahlberg bis zu seinem Karriereende in der DDR-Liga und 2. Bundesliga.

Das Studium hatte maßgeblichen Einfluss auf das spätere Leben von Ingo Ahlberg, lernte er doch dort seine Frau Jane kennen, mit der er nach seiner Zeit als Lehrer in Berlin 2000 ins nahe Wendland zog. An der Sekundarschule in Dähre, am Gymnasium in Beetzendorf und aktuell an der Lessing-Ganztagsschule in Salzwedel kam der Sportlehrer verstärkt mit dem Volleyball-Sport, der an den altmärkischen Bildungseinrichtungen einen hohen Stellenwert genießt, in Berührung. Bei den Volleyball-Freunden Brietz wurde Ingo Ahlberg zudem selbst aktiv. Und so wuchsen nicht nur die verschiedenen Kontakte und Freundschaften, auch seine ehrenamtliche Tätigkeit war nun gefragt. Und so wurde Ingo Ahlberg im Jahr 2005 zum Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden Horst Theuer gewählt.

In den 16 Jahren seiner Vorstandstätigkeit wusste Ingo Ahlberg viele engagierte Sportler/innen an seiner Seite. Denn die Jugendarbeit wurde hauptsächlich an den Schulen geleistet. Bernd Reuleke, Jürgen Illiger oder Gerhard Müller brachten nicht nur unzähligen Mädchen und Jungen das ABC des Volleyballs bei, sie führten ihre Schul-Vertretungen oft genug zu Siegen bei den Landesfinals und damit auch zum Bundesfinale im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia.“ Von dieser Nachwuchsarbeit profitierten die Vereine, die auf Kreisebene und darüber hinaus aktiv waren und es immer noch sind.

Leider musste der KFV-Vorsitzende feststellen, dass viele talentierte Volleyballer/innen die Region nach Schule und Studium verlassen haben. „Es fehlen bei uns die Perspektiven für junge Familien“, bedauert Ingo Ahlberg, der den Vereinen ans Herz legt, die Kinder- und Jugendarbeit zu aktivieren und nicht nur darauf zu warten, was von den Schulen kommt.

„Die Drittliga-Begegnungen in Gardelegen waren ein echtes Highlight. Da wurde unserer Sport gelebt“, erinnert sich der KFV-Chef an die Spielzeiten, als der SSV 80 in der 3. Bundesliga auf hohem Niveau agierte. Aktuell freut sich Ahlberg über die Erfolge bei der SG Jübar/Salzwedel in der Landesliga und den Altmark Volleys in der Landesoberliga. Bei beiden Vereinen ist er als Zuschauer immer wieder dabei und feuert diese mit an. „Wenn mehrere Vereine zusammenarbeiten, ist das grandios“, lobt Ingo Ahlberg und plädiert dafür, dass diese Spieler auch weiterhin in der Kreisliga für andere Vereine tätig sein dürfen.

Heute wird nun ein neuer KFV-Vorstand gewählt. Ingo Ahlberg ist dort nicht mehr dabei, aber wenn sein (e) Nachfolger/in Fragen haben sollte, steht er weiterhin zur Verfügung.

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