HALLENFUSSBALL Dennis Röhl vermisst Altmark-Masters und andere Turniere

Immer einen kühlen Kopf bewahren

Dennis Röhlscheut sich nicht sein Tor zu verlassen.
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Dennis Röhl (r.) scheut sich nicht sein Tor zu verlassen und ins Dribbling zu gehen.
  • Renee Sensenschmidt
    vonRenee Sensenschmidt
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Altmark – Winterzeit ist für die Fußballer Hallenzeit. Zahlreiche Turniere im Hallenfußball sorgen für Abwechslung in der Winterpause. Einer, der sich in der Halle äußerst wohl fühlt, ist Dennis Röhl vom SV Eintracht Salzwedel.

Der 31-Jährige heimste in den vergangenen Jahren die Auszeichnungen für den „Besten Torhüter“ am Fließband ein, allein beim Altmark-Masters der Altmark-Zeitung erhielt Röhl zuletzt viermal in Folge die Einzeltrophäe. Dabei kommt ihm zugute, dass er als ehemaliger Feldspieler auch gut mit den Ball am Fuß umgehen kann. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es jedoch keine Hallensaison 2020/21 und auch das XXX. Altmark-Masters kann nicht stattfinden. Bedauerlich, wie Dennis Röhl im AZ-Interview findet.

Welche Alternativen der sportlichen Betätigung haben Sie und Ihre Mannschaftskameraden gefunden?

Da momentan ja so gut wie nicht’s möglich ist, genieß ich einfach die private freie Zeit. Allerdings haben wir vom Trainerteam gewisse Vorgaben bekommen, die jeder individuell abarbeiten kann, um einigermaßen fit zu bleiben.

Sie sind zuletzt viermal in Folge zum Besten Torhüter des Altmark-Masters gewählt worden. Was macht für Sie den Reiz dieses Turniers aus?

Für mich liegt der Reiz einfach an der Atmosphäre. Die Zuschauer sind viel näher dran, das Spieltempo ist zudem deutlich höher als draußen und es entsteht aufgrund der geringen Spielzeit eine doch sehr aufregende Hektik. Allerdings verflacht das Interesse seitens der Zuschauer, als auch vieler Teams an diesem Turnier. Da sollte man vielleicht versuchen das Ganze wieder etwas attraktiver zu gestalten. Aber dennoch ist es schade, dass dieses Jahr leider ausfällt. Ich hätte mir gerne mit meiner Mannschaft den Masterstitel geholt und dann vielleicht noch als i-Punkt den 5. persönlichen Titel.

Was muss ein Torhüter mitbringen, um in der Halle zu glänzen?

Für die Halle musst du als Torwart ganz klar, zu allererst fußballerische Fähigkeiten mitbringen. Das reine Torwartspiel an sich beherrschen hier im Kreis wirklich extrem viele, nur kommt es in der Halle zusätzlich auf die fußballerischen Fertigkeiten an, aber auch auf Nervenstärke, um in den zahlreichen Drucksituationen immer einen kühlen Kopf zu bewahren und die richtige Entscheidung zu treffen.

Gibt es eine spezielle Vorbereitung für die Halle oder steht allein der Spaß im Vordergrund?

Direkt vorbereiten kann man sich auf die Halle eher weniger. Klar kann man sich durch Training etwas an die Gegebenheiten gewöhnen, aber die Spielsituationen wechseln dennoch zu schnell, um als Torwart irgendwas speziell zu trainieren. Wenn wir in der Halle vorher trainiert haben, habe ich es mir nicht nehmen lassen auch draußen mitzuwirken, um mich an das Fußball spielen zu gewöhnen und auch mal außerhalb der Torwart-Parameter zu denken. Selbstverständlich darf der Spaß dabei nie fehlen.

Wo fühlen Sie sich wohler, in der Halle oder im Feld?

Konkret kann ich das gar nicht beantworten, denn solange ich einen Ball am Fuß oder in den Händen habe, fühle ich mich überall wohl. Müsste ich wählen, würde ich die Halle nehmen, da ich dort deutlich mehr Einfluss auf das Spiel habe als draußen, um der Mannschaft bestmöglich zu helfen.

Welches ist ihr bislang persönlicher Höhepunkt unter dem Hallendach?

Mein persönliches Highlight ist ganz klar der Masterssieg 2018 zusammen mit Kevin Gebert, Gregor Roth und meinen Jungs. Nach 16 Jahren das Ding wieder für unseren Verein zu holen war gigantisch, erst recht, wenn man sich unseren doch ziemlich souveränen Turnierverlauf anschaut, der so nicht zu erwarten war. Das ich dann noch dazu einen großen Teil beitragen konnte, hat die Sache einfach perfekt gemacht und wird mir für immer in Erinnerung bleiben.

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