Handball – Sachsen-Anhalt-Liga: SV Oebisfelde besiegt die TSG Calbe mit 27:22 (14:9)

„Der Zug zum Tor war immer da“

Tim Schroeter (Mitte) steuerte insgesamt zwei Treffer zum sicheren 27:22-Erfolg des SV Oebisfelde bei. Die Allerstädter bleiben damit in der Sachsen-Anhalt-Liga souverän an der Tabellenspitze. Foto: Staade
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Tim Schroeter (Mitte) steuerte insgesamt zwei Treffer zum sicheren 27:22-Erfolg des SV Oebisfelde bei. Die Allerstädter bleiben damit in der Sachsen-Anhalt-Liga souverän an der Tabellenspitze.

Oebisfelde. Einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft machten die Handballer des SV Oebisfelde am Sonnabend im Punktspiel der Sachsen-Anhalt-Liga daheim gegen die TSG Calbe mit einem verdienten 27:22 (14:9)- Erfolg vor gut 250 Zuschauern in der Hans-Pickert-Halle.

Tim Schroeter brachte die Allerstädter aus dem Rückraum in Führung, doch den Gästen gelang bis zum 2:2 (4.) jeweils im Gegenzug der Ausgleich. Nach schnellen Kombinationen setzen sich die Oebisfelder dann aber durch Treffer von Johannes Frenkel, Alexander Vogel (2), Michael Meichsner und Phil Schliephake zum 7:2 ab (11.). Das war schon ein Achtungszeichen. In der Folge schlich sich aber Bruder Leichtsinn ins Spiel der Gastgeber ein. Nach dem 8:4 (15.) von Tim Schroeter nahm der SVO das Tempo heraus, technische Fehler und überhastete Abschlüsse kamen dazu. Calbe nutzte diese Schwächen aus und kam durch vier Tore in Folge zum 8:8-Ausgleich (21.). SVO-Coach Thomas Meinel musste mit einer Auszeit die Reißleine ziehen. Diese zeigte Wirkung, denn der erstmals eingewechselte Andy Ost (2) und Johannes Frenkel nach Konter (24.) brachten ihr Team mit den Treffern zum 11:8 wieder auf Kurs. Vom Kreis erzielte dann Michael Meichsner das Tor zum 14:9-Halbzeitstand.

Auch nach dem Wechsel hatte der SVO das Spiel weiter im Griff. Mit einem weiter ganz starken Thomas Drese im Tor als Rückhalt zündete die Meinel-Sieben kurz den Turbo. Mit Druck von allen Positionen ließen Andy Ost (2), Phil Schliephake und Johannes Frenkel die Allerstädter bis auf 18:9 enteilen (37.). Schön herausgespielt war dann auch das 20:12, als Pascal Koitek einen langen Ball von Andy Ost in der Luft annahm und verwandelte (44.). Dies kam bei den Fans natürlich gut an. Kaum zu sehen war auch die Fackel aus dem Rückraum zum 23:15 (51.) von Andy Ost. Knallhart schlug der Ball im Eck ein. Bei dieser deutlichen Führung war es auch verständlich, dass SVO-Coach Thomas Meinel in der Schlussphase im Hinblick auf den eventuellen Aufstieg personell und taktisch vieles ausprobierte. Linksaußen Daniel Schliephake fügte sich mit vier Treffern nahtlos ins Team ein. Nach dem 27:18 (57.) schaltete der SVO dann aber einen Gang zurück und gestatte den Gästen noch vier Treffer zum 27:22-Endstand.

SVO-Trainer Thomas Meinel sah in seiner Analyse viele positive Aspekte. „Hinten raus haben wir verdient gewonnen. Die Abwehr hat gut gestanden und wenig Gegentore zugelassen. Das Umkehrspiel klappte in der ersten Halbzeit nicht so gut, nach dem Wechsel haben wir es besser gelöst. Auch wenn wir viel gewechselt haben, der Zug zum Tor war immer da. Die Jungs haben ein solides Spiel gezeigt.“

• SV Oebisfelde: Drese, Weis - Ph. Schliephake (2 Tore), Koitek (5), Kamm, Vogel (4), Kalupke, Frenkel (3), Schroeter (2), Da. Schliephake (4), Ost (5), Meichsner (2).

Von Jörg Staade

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