AZ-SERIE „Meine beste Elf“: Siegmar Pätzold setzt auf Flexibilität

„Ich hatte viele gute Spieler“

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Siegmar Pätzold hat die meisten Spieler seiner besten Elf im Nachwuchs selbst ausgebildet.

Altmark – Die Altmark-Zeitung hat sich bei langjährigen Trainern erkundigt, wie denn ihre Start-Elf aussehen würde, wenn sie aus allen Spielern wählen könnten, die sie jemals trainiert haben.

In der AZ-Serie „Meine beste Elf“ blicken Fußball-Trainer aus der Altmark auf ihre besten Spieler zurück.

Eine lange Trainertätigkeit im Nachwuchs- und Männerbereich beim SV Eintracht Salzwedel und SV Liesten liegt hinter Siegmar Pätzold. „Ich hatte so viele gute Spieler“, schwärmt der heute 64-Jährige, der in seiner aktiven Zeit ein gefürchteter Torjäger war. Seine Fußball-Leidenschaft gab der Liestener an seinen Sohn Marc und an dessen Freunde weiter.

Die meisten seiner Spieler hat Pätzold bereits seit der F- und E-Jugend geformt, mit Peter Otte und Matthias Fuhrmann schafften es zwei seiner Schützlinge zum 1. FC Magdeburg, mit dem Peter Otte knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpasste. Auch Sohn Marc stand auf der Liste des FCM, doch der Wechsel scheiterte daran, dass am Sport-Gymnasium kein Platz vorhanden war. Für seine beste Elf entschied sich Siegmar Pätzold für eine 4-4-2-Formation. „Ich hätte aber auch andere Systeme wählen können, denn meine Spieler sind äußerst flexibel einsetzbar.“

Torhüter

Liestens heutiger Trainer Michael Piotrowski hütet das Tor der Pätzold-Elf. „Ihn musste man zu nehmen wissen, denn er hat seinen eigenen Kopf. An Pio gab es fußballerisch nichts auszusetzen, er beherrschte das moderne Torwart-Spiel.“

Abwehr

In der Viererkette verteidigt Christian Schäfer auf der rechten Seite. „Er war zweikampfstark und knallhart, spielte mit Übersicht und hatte auch Offensivqualitäten.“ Das Innenverteidiger-Duo bilden Marko Trostmann und Dirk Peuckert. „Marko war ein sehr guter Fußballer und eine Führungspersönlichkeit. Als Mensch einer der besten, die ich kennengelernt habe. Er war nicht zu ersetzen. Dirk glänzte mit starker Technik, war zweikampfstark und sorgte dank seiner Übersicht für eine gute Spieleröffnung. Er hat auch außerhalb des Platzes viel für die Mannschaft geleistet.“ Auf der linken Seite verteidigt Matthias Wiese. „Er ist ein echter Allrounder im Defensivbereich, wo er auf allen Positionen seine Leistung brachte. Seine Kopfballstärke zahlte sich bei Standardsituation auch vor dem gegnerischen Tor aus.“

Mittelfeld

„Ein echter Außenbahnspieler“ war für Siegmar Pätzold Christoph Pengel. „Er hat aufgrund einer großen Laufstärke die rechte Seite hoch und runter beackert. Er war stets zuverlässig und zweikampfstark. Ich kann mich an nicht ein schlechtes Spiel von ihm erinnern.“ In der Zentrale bilden Marc Pätzold und Norman Weiß ein eingespieltes Duo. „Beide konnten ein Spiel lesen, bestimmten die Taktik und den Spielrhythmus und aufgrund ihrer Schnelligkeit, ihres Trickreichtums und Tordrangs auch allein entscheiden. Auf beide war stets Verlass, sie wussten auch ohne Anweisungen, was zu tun war.“ Die linke Seite gehört Gregor Roth. „Ein sehr guter Charakter, der auch immer Verantwortung übernommen hat. Gregor ist zweikampfstark und verfügt über eine sehr gute Kondition.“

Angriff

Den Angriff bilden mit Sven Komnick und Marian Falkenhagen zwei unterschiedliche Spieltypen. „Sven glänzte mit wahnsinniger Schnelligkeit und enormem Tordrang. Er wusste einfach, wo das Tor steht. Leider hat eine schwere Verletzung seine Laufbahn gestoppt. Marian war ein Instinktfußballer, der viele überraschende Dinge gemacht hat, daher nicht auszurechnen war. Ein technisch starker und trickreicher Linksfuß, der zumeist nur durch Foulspiel zu stoppen war und in der Offensive zu glänzen wusste.“

Auf der Ersatzbank dürfen bei Siegmar Pätzold neben Peter Otte und Matthias Fuhrmann, weil er beide nur im Nachwuchsbereich trainiert hat, weiterhin Thomas Opitz, Michael Kubaile, Stephan Benecke, Mario Schulz, Nico Schulz, Patrick Bauer, Antonia Catalano und Stefan Schmidt Platz nehmen.

VON RENEE SENSENSCHMIDT

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