FUSSBALL – 3. LIGA: Leon Bell Bell und der Traum vom großen Fußballer

„Ich habe diesen letzten Willen“

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Durchsetzen und abziehen: Leon Bell Bell gehört beim 1. FC Magdeburg zu den Neuzugängen, die erstmals in der 3. Liga auflaufen werden. 

Magdeburg – Kameruns Samuel Eto’o ist sein großes Vorbild. Er schwärmt aber auch von den französischen Nationalspielern Antoine Griezmann oder Kylian Mbappé. Irgendwann möchte Leon Bell Bell auch zu den ganz Großen auf der internationalen Fußballbühne gehören.

Seinen nächsten Schritt geht der 22-Jährige beim 1. FC Magdeburg. Der Deutsch-Kameruner wechselte von der U23 des FSV Mainz 05 an die Elbe. Und wird hier erstmals in Liga drei spielen.

„Ich habe nie nur gespielt, um zu spielen“, erzählt der Stürmer. Im Alter von fünf Jahren begann er mit dem Fußball. Zunächst mit seinen Brüdern, alsbald im Verein. Seine Jugend verbrachte er bei der Eintracht in seiner Heimatstadt Frankfurt. Schon früh wusste er: „Ich will ein großer Fußballer werden.“ Dem ehrgeizigen Ziel ordnete er viel unter. Als er 15 Jahre alt war, wechselte Bell Bell nach Kaiserslautern, lebte im Internat. Und musste dort auch lernen, auf eigenen Beinen zu stehen.

Von daher ist es für ihn auch kein Problem, in Magdeburg allein in einer eigenen Wohnung zu leben. „Sie ist noch nicht fertig eingerichtet“, erzählt er. Die ersten beiden Trainingswochen waren intensiv. Da blieb wenig Zeit, die Stadt zu erkunden oder alle Möbel zu besorgen. „Aber es wird langsam“, erzählt er lächelnd. Bell Bell setzt seine Prioritäten eben auf dem Rasen. Und dort konnte er bereits glänzen. Gleich im ersten Testspiel im FCM-Trikot erzielte er das erste Tor. „Piesteritz war kein Gegner, an dem man sich messen konnte. Aber es war schon ein gutes Gefühl.“ Treffer in der 3. Liga wären ihm natürlich viel lieber.

Als das Angebot aus Magdeburg kam, musste der 22-Jährige nicht lange überlegen. „Ich bin bereit und freue mich darauf.“ Viele seiner Freunde oder einstige Weggefährten haben beim oder gegen den FCM gespielt. Marcel Costly und Manfred Osei Kwadwo sind immer noch hier. Florian Pick, David Kinsombi und auch Jan Kirchhoff kennt Bell Bell. Alle haben von der unglaublichen Kulisse im Stadion geschwärmt. Darauf freut sich der Neuzugang, der sich hier persönlich weiterentwickeln möchte. Und: „Ich möchte dazu beitragen, dass wir eine erfolgreiche Saison haben. Dafür werde ich im Training und in den Spielen alles geben“, gibt sich der Angreifer kämpferisch. Seine großen Stärken sieht der Linksfuß in seiner Schnelligkeit und seinem Abschluss. Er kann auf der rechten oder linken Seite stürmen. „Und ich habe diesen letzten Willen, gebe nicht auf, will jedes Spiel gewinnen.“

Bis zum Auftakt in Liga drei gegen Eintracht Braunschweig bleiben nur noch knapp zwei Wochen. Zeit, die Bell Bell nutzen möchte, um sich für einen Startelf-Einsatz zu empfehlen. Ein wichtiger Schritt hin auf die ganz große Fußballbühne.

VON SABINE LINDENAU

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