NACH UMBRUCH IM SOMMER

HV Lok Stendal gibt sich Zeit

Tom Schumann vom HV Lok Stendal
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Wichtige Stütze beim HV Lok Stendal: Tom Schumann (rechts), der seine jungen Mitspieler heranführt.
  • Patrick Nowak
    VonPatrick Nowak
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Personelle Umbrüche stellen ein Kadergefüge gänzlich auf den Kopf. So auch beim HV Lok Stendal. Der Handball-Verbandsligist gibt seinen jungen Spielern Zeit und will an den jüngsten Auftritt anknüpfen.

Stendal - Tom Schumann ist im Vergleich zu seinen jungen Mitspielern ein ganz anderes Kaliber. Er ist erfahren. Und durchsetzungsstark in seinen Ballaktionen. Aber auch ein absoluter Führungsspieler, der nicht nur körperlich während eines Spiels Präsenz ausstrahlt. Schumann ist auch verbal aktiv, treibt an, korrigiert und motiviert. Er ist auf Siege gepolt. Ab und an ergreift er in der Coaching-Zone das Wort und zitiert einen der jungen und lernwilligen Akteure des HV Lok Stendal zu sich.

Tom Schumann sticht beim HV Lok Stendal heraus

Schumann war es auch, der am Sonntag beim 30:30-Remis gegen den SV Eiche 05 Biederitz quasi das letzte Wort in der Partie hatte. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Eric Leinung teilte er sich den Stendaler Bestwert von sieben Toren. Seinen wichtigsten Treffer erzielte Tom Schumann 51 Sekunden vor dem Ende des Spiels zum 30:30-Endstand.

Ein Führungsspieler eben. Das verdeutlicht auch seine Anzahl an Toren. 39-mal durfte Schumann in den bisherigen fünf absolvierten Partien selbst jubeln. Das macht eine Quote von 7,80 Toren pro Partie. Kurzum: Er ist der beste Werfer seiner Stendaler Mannschaft. Danach folgt Eric Leinung mit 22 Toren. Die jungen Akteure, die in diesem Sommer nach dem personellen Umbruch in die Herrenmannschaft des HV Lok Stendal gestoßen sind, können sich noch eine Menge von Schumann abschauen.

Das wird schon eine Zeit dauern. Gerade in den kniffligen Phasen in der ersten Halbzeit sind gerade die jungen Leute leider nicht so abgebrüht. Das ist normal und das können wir nicht erwarten.

Jörg Schulze (Trainer HV Lok Stendal)

Das sieht auch Trainer Jörg Schulze so. „Das wird schon eine Zeit dauern. Gerade in den kniffligen Phasen in der ersten Halbzeit sind gerade die jungen Leute leider nicht so abgebrüht. Das ist normal und das können wir nicht erwarten“, erklärt der Coach, der ergänzt: „Wir sind auf einem guten Weg.“

HV Lok Stendal: Chancenverwertung das Manko

Die Handballer um Schulze und Co. geben sich selbst die Zeit, die sie brauchen. Immerhin wurden aus sechs Verbandsliga-Begegnungen fünf Zähler geholt. Man ist Achter. Einfacher wird es am kommenden Spieltag nicht. Da geht es ausgerechnet zum Tabellenzweiten SV Eintracht Gommern, der wie der BSV 93 Magdeburg die Optimalausbeute von sechs Siegen aus sechs Partien vorweisen kann. Davon ist der HV Lok Stendal noch weit entfernt. Schulze ist sich dessen bewusst und nennt die simplen Gründe dafür. Man sei in der Chancenverwertung noch nicht abgebrüht genug. Da habe Stendal viel Luft nach oben, so Schulze, der sich aber keine Sorgen macht.

Die sind motiviert und haben Lust.

Tom Schumann vom HV Lok Stendal über die jungen Spieler, die nach dem Kader-Umbruch im Sommer zum Männerbereich dazugestoßen sind.

„Die Jungs haben vorher A-Jugend gespielt und sind jetzt im Männerbereich angelangt. Verbandsliga in Sachsen-Anhalt ist nicht ganz ohne.“ Das kann Schumann ohne Zweifel bestätigen. Er geht selbst voran und spürt im Hinblick auf seine jungen Mitspieler: „Die sind motiviert und haben Lust.“ Der HV Lok Stendal dürfe nicht so viel erwarten und das räume man auch ein, erklärt Schumann, der entschlossen nachschiebt: „Wir hoffen, dass wir daran anknüpfen können in den nächsten Wochen.“ Der Wille ist da. Gegen Spitzenteam Gommern wird es diesen auch benötigen.

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