Sprinttalent Thomas Barthel wird in seiner sportlichen Heimat geschätzt – und dankt

Lob dem Hoffnungsträger

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Stand im Mittelpunkt – wie oft in diesem Jahr: Thomas Barthel erhielt den Sportförderpreis, vergaß aber nicht, wo er herkam.

Stendal. Es sind ja auch lobenswerte Leistungen, die dieser Thomas Barthel in diesem Jahr vollbrachte. Bronze über 4x100 Meter bei der Leichtathletik U20-Weltmeisterschaft in Polen, deutscher 100 Meter-Vizemeister in Mönchengladbach, neue persönliche Bestzeit in Mannheim.

Fakt ist: Dieses große deutsche Sprinttalent kommt aus der Altmark und steht vor einer großen Zukunft. „Endlich einer aus Stendal, der es in die Weltspitze geschafft hat“, lobte ihn Laudator Siegfried Wille am Freitagabend bei der Verleihung des 27. Sportförderpreises. Mit Stendal meint Wille den Stendaler LV, Barthels Heimatverein. Die Nachwuchshoffnung stammt schließlich aus Neuermark-Lübars.

„10,50 Sekunden für 100 Meter – das lässt hoffen für die Zukunft“, schätzte Wille, beim SLV umtriebig im Einsatz, treffend ein. Barthel zeige, „dass ein Talent bei uns den Weg nach oben schaffen kann“, merkte der begeisterte Laudator an. Barthel startet zwar mittlerweile für den SC Magdeburg, in der Altmark beobachten sie die rasante sportliche Entwicklung des Blondschopfes dennoch aufmerksam. „Die Leichtathleten in der Altmark sind stolz auf dich“, fügte Wille hinzu.

Lob dem Lob gebührt. Doch auch Barthel vergaß nicht, wo er herkam. Für seine Leistungen erhielt er in seiner sportlichen Heimat den Sportförderpreis, die höchste Auszeichnung durch den Landrat. Barthel erinnerte in der nächsten Stunde des Erfolges in 2016 an seine ersten Schritt in der hiesigen Leichtathletik. Und gab Lob zurück.

Seine ehemalige Trainerin Kerstin Müller sei „einmalig“ gewesen. „Sie hat mich auf den Weg gebracht, auf dem ich mich heute befinde“, lobte Barthel Müller, die gerührt den Worten ihres ehemaligen Schützlinges lauschte. 2013 wechselte Barthel ins Nachwuchsleistungszentrum des SCM.

Drei Jahre später steht der Sprinter mit den altmärkischen Wurzeln ziemlich weit oben. Mit seinen 10,50 Sekunden steht Barthel auf dem 25. Platz der deutschen Bestenliste. Die führt Julian Reus mit 10,01 Sekunden an. Wenn es für Barthel weiter nach oben geht – was mit seinen 18 Jahren nicht unwahrscheinlich ist – wird zukünftig noch mehr Lob auf ihn niederprasseln.

Von Benjamin Post

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