Fußball, Verbandsliga: 1. FC Lok zeigt sich beim 6:0-Sieg gegen Schönebeck erneut wechselhaft

Die Hinrunde in 90 Minuten

Lukas Breda (r.) agierte gegen Schönebeck effektiver als seine Mitspieler und nutzte zwei seiner Chancen zu einem Doppelpack.
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Lukas Breda (r.) agierte gegen Schönebeck effektiver als seine Mitspieler und nutzte zwei seiner Chancen zu einem Doppelpack.
  • Tobias Haack
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Stendal. Dank eines 6:0 (6:0)-Heimsieges gegen den Schönebecker SC hat sich der 1. FC Lok Stendal gestern Nachmittag mit einem erwartet deutlichen Ergebnis in die Winterpause verabschiedet.

Nach starken ersten 45 Minuten, die auf ein zweistelliges Debakel der bemitleidenswerten Gäste hindeuteten, ließ Lok nach der Pause die nötige Entschlossenheit vermissen und baute den Vorsprung nicht weiter aus. Die Begegnung gegen den nicht konkurrenzfähigen Verbandsligaletzten entwickelte sich somit unfreiwillig zum Spiegelbild der gesamten durchwachsenen Stendaler Hinserie.

Trainer Sven Körner ließ sein Team im 3-5-2-System von Beginn an einen Sturmlauf auf das Schönebecker Tor starten. Initiiert vom Trio Franz Erdmann, Andreas Sommermeyer und Clemens-Paul Berlin im Zentrum rollten im Minutentakt temporeiche Angriffe auf Gästettorwart Christopher Becker zu. Ein schneller Doppelpack von Benedikt Nellessen (7., 17.) zerstörte dann auch frühzeitig die Illusionen des SSC, einen Punkt in Stendal ermauern zu können. Für die nächsten beiden Treffer sorgte Schönebeck mit zwei kuriosen Eigentoren selbst (30., 33.), ehe Lukas Breda die beste Stendaler Phase mit dem 5:0 (34.) und 6:0 (40.) veredelte. Dem sechsten Treffer ging dabei der beste Spielzug des Tages voraus. „Fußballerisch haben wir in der ersten Halbzeit viele ordentliche Sachen gemacht“, hatte auch Lok-Coach Körner wenig am Spiel seiner Elf auszusetzen.

Das Fazit für die zweiten 45 Minuten versuchte der Trainer nach der Partie mit etwas Ironie noch milde zu gestalten: „Ich denke, da waren die Jungs schon beim Weihnachtsfest.“ Intern dürfte die Analyse schonungsloser ausfallen. Stendal spielte nach Wiederbeginn viel zu umständlich, verzettelte sich in Einzelaktionen und präsentierte sich im Abschluss unkonzentriert. „Da war viel zu wenig Druck nach vorne“, machte auch Körner Nachlässigkeiten aus. In der Schlussphase ließ sich dann auch die eigentlich souveräne Dreierkette vom Schlendrian der Vorderleute anstecken und kassierte so beinahe noch den Ehrentreffer, den Schönebeck aber bei drei Gelegenheiten verpasste.

Trotz des klaren Ergebnisses verloren die 221 Zuschauer daher am Ende die Geduld mit ihrem Team. „Ich weiß ja nicht, ob die hier heute hundert Tore erwartet haben“, kommentierte ein verärgerter Doppeltorschütze Nellessen. Für mehr Harmonie beim Achten dürfte eine konstantere Rückserie sorgen.

Von Tobias Haack

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