Volleyball – Landesliga: SSV 80 Gardelegen droht der Abstieg

Es hilft wohl nur noch ein Wunder

Die Volleyballer des SSV 80 Gardelegen um Spielertrainer Lucien Braune (rechts) belegen in der Landesoberliga den letzten Tabellenplatz.
+
Die Volleyballer des SSV 80 Gardelegen um Spielertrainer Lucien Braune (rechts) belegen in der Landesoberliga den letzten Tabellenplatz.
  • Tobias Weber
    vonTobias Weber
    schließen

Gardelegen – Das zurückliegende Heimspiel war irgendwie ein Sinnbild der laufenden Saison.

Die Männer des SSV 80 Gardelegen, die unter dem Namen Altmark Volleys spielen, verloren erneut mit 0:3 und verbleiben in der Volleyball-Landesoberliga weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz. Mit nur einem Sieg und lediglich sechs Punkten auf dem Konto dürften wohl nur noch die kühnsten Optimisten an den Klassenerhalt glauben. Auch wenn dieser bei noch vier ausstehenden Spielen und derzeit fünf Zählern Rückstand auf das rettende Ufer noch durchaus möglich ist, zumindest theoretisch.

Allerdings sieht die Realität, in dem Fall der Auftritt der Mannschaft, nicht gerade vielversprechend aus. In den meisten Begegnungen spielten die SSV-Männer nämlich nicht unbedingt schlechter als die jeweiligen Gegner. Allerdings verhinderten immer wieder Schwächephasen und viele einfache Fehler ein besseres Abschneiden. Und so durften selbst die unmittelbaren Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg gegen die Gardelegener ordentlich Punkte einfahren.

In Erinnerung bleiben da vor allem die Punktspiele gegen den USC Magdeburg II und den SV Rot-Weiß Weißenfels. In allen vier Begegnungen gingen die Westaltmärker als Verlierer vom Feld und konnten nur in den beiden Duellen gegen Weißenfels, die jeweils mit 2:3-Niederlagen endeten, etwas Zählbares mitnehmen. Unterm Strich zu wenig, um im Abstiegskampf zu bestehen, zumal beide Mannschaften selbst um den Klassenerhalt spielen. Das Heimspiel gegen den USC Magdeburg II Mitte Oktober des vergangenen Jahres dürfte hingegen als Knackpunkt bezeichnet werden.

In diesem Kellerduell, zu diesem Zeitpunkt lagen beide Mannschaften punktlos am Tabellenende, präsentierten sich die Altmark Volleys zunächst voll motiviert und gewannen den ersten Satz mit 25:21. Der Grundstein in diesem so wichtigen Spiel war damit gelegt. Doch anschließend lief so gut wie nichts mehr zusammen. Die SSV-Männer leisteten sich einen Fehler nach dem anderen und gaben die folgenden Sätze fast schon leichtfertig her (16:25, 16:25, 14:25). Erklärbar war dieser Einbruch nicht, wobei sich solche Auftritte im weiteren Verlauf der Saison wiederholen sollten.

Und damit schließt sich der Kreis, denn auch im zurückliegenden Heimspiel gegen den Burger VC standen die Gardelegener einmal mehr mit leeren Händen da, wobei der BVC, aktuell immerhin Tabellenvierter, spielerisch wahrlich keine Bäume ausriss. Vielmehr nahmen die Gäste die Geschenke der SSV-Männer dankend an und fuhren am Ende die vollen drei Punkte ein.

Die Gardelegener können den Teufelskreis indes nicht durchbrechen und warten vergeblich auf ein Erfolgserlebnis, das neuen Schwung geben könnte. „Die Trainingsbeteiligung lässt mittlerweile auch nach, sodass wir bestimmte Abläufe gar nicht trainieren können. Dazu kommen immer wieder diese einfachen Fehler, sodass die Köpfe dann auch schnell nach unten gehen“, analysierte Christian Rüsting, der beim SSV als Mittelblocker zum Einsatz kommt, nach dem ernüchternden 0:3 gegen Burg.

Und auch Spieletrainer Lucien Braune sind in dem Fall scheinbar die Hände gebunden. Um überhaupt irgendetwas zu versuchen, wird beim SSV in den Punktspielen kräftig rotiert. Und zwar nicht nur personell, sondern auch auf den einzelnen Positionen. Doch wenn Spieler auf einer nicht angestammten Position zum Einsatz kommt, trägt das natürlich nicht gerade zur Stabilität des Mannschaftsgefüges bei.

Fazit: Aktuell sieht es bei den Männern des SSV 80 Gardelegen alles andere als rosig aus. In den verbleibenden vier Punktspielen muss schon ein Volleyball-Wunder her, wenn in Sachen Klassenerhalt überhaupt noch etwas gehen soll.

VON TOBIAS WEBER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare