AZ-Interview vor dem Start in die Rückrunde der 3. Liga

FCM-Torjäger Beck: „Es ist ja relativ eng“

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Torjäger Christian Beck hätte nichts gegen eine große Party am 20. Mai.

Magdeburg. Seine Tore könnten am Ende den Ausschlag geben. Christian Beck ist Top-Torjäger der dritten Fußball-Liga und demzufolge die klare Nummer eins im Angriff des 1. FC Magdeburg.

Mit dem befindet sich der 28-Jährige nach der Hinrunde auf Aufstiegskurs, er erzielte zehn Treffer. Wie er die Rückrunde beim Tabellenzweiten sieht, wie er den Angriff und die Stimmung in der Mannschaft bewertet, sagt Beck im Interview mit AZ-Sportredakteur Benjamin Post.

Interview

Herr Beck, der 1. FCM lag gut im Rennen, dann kam die Winterpause. Wie schwer wird es, den Faden wieder aufzunehmen?

„Ja, natürlich, von uns aus hätten die Spieltage auch weitergehen können. Ich bin guter Dinge, dass wir auf dieses Level wieder kommen und unsere Punkte holen werden, um die 45 voll zu machen. Und dann werden wir sehen, was noch geht.“

Vieles lief schon gut. Ihr Trainer Jens Härtel sagte im AZ-Gespräch, man könne noch an der Variabilität im Spiel feilen. Wie sehen Sie das?

„Wenn der Trainer das sagt, dann ist das immer richtig. Wir haben das in der Hinrunde sehr, sehr gut gemacht. Der Trainer hätte auch nichts dagegen, wenn das genau so weitergeht. Daraufhin bereiten wir uns vor. Ich hoffe, dass es in der Rückrunde genauso weiter geht.“

Eine Änderung gab es schon in der Hinrunde. Lange Zeit waren sie der Alleinunterhalten im Angriff, dann führte der FCM das Zwei-Stürmer-Modell ein, zuletzt mit dem jungen Julius Düker an ihrer Seite.

„Wir haben ja jetzt häufiger mit der Formation gespielt. Ob das mit Manuel Farrona Pulido, Florian Kath oder Julius Düker war: Ich denke das hat immer gut gepasst. Ich bevorzuge das mit zwei Spitzen zu spielen. Das hat sehr, sehr gut funktioniert, wenn wir dahinter auch diesen Zehner haben, der die tiefen Bälle spielen kann. Ich hoffe, dass wir das weiter so gut umsetzen und erfolgreich sind.“

Was kann die Mannschaft noch verbessern?

„Ich denke, dass wir nicht gleich wieder den Start so verschlafen wie in der Hinrunde. Das ist vielleicht das Wichtigste. In Köln haben wir noch was gut zu machen nach diesem 0:3 gegen Fortuna Köln hier zu Hause. Das passiert uns auch nicht alltäglich daheim. Da sind wir extra motiviert.“

Die Stimmung im Team ist ein wichtiger Faktor im Aufstiegskampf.

„Auf jeden Fall. Ich denke, daran hat es nie gehapert bei uns. Unsere Stimmung war immer sehr, sehr gut. Wir kennen uns alle schon relativ lange. Ich denke, dass ist sehr wichtig und das zeichnet uns auch aus, dass wir als Team überzeugen.“

Welche Konkurrenten auf die ersten drei Plätze sehen Sie?

„Ich denke, Duisburg wird auf jeden Fall hoch gehen. Osnabrück hat auch eine überragende Mannschaft. Es ist ja alles relativ eng, ob das wir sind oder Halle ist. Alle sind da oben dran. Chemnitz ist auch noch nicht abzuschreiben. Es wird eine spannende Rückrunde. Wir sind dann so gut vorbereitet, dass wir viele Punkte holen können.“

Gegen eine Party am 20. Mai, nach dem letzten Spieltag, hätte Sie sicher nichts einzuwenden.

„Auf gar keinen Fall. Wir würden das sehr, sehr gerne mitnehmen. Dann würde die Stadt Magdeburg wieder beben. Ich hätte nichts dagegen, nochmal aufzusteigen.“

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