Finale des W.-Seineke-Partner-Pferd-Cups / Robert Stein bester Altmärker

Hendrik Ernst wird für sein Bundesland zum Ehrenretter

Robert Stein kam im Finale des W.-Seineke-Partner-Pferd-Cups auf Platz neun und war damit der beste Altmärker.

Leipzig. Der Eröffnungstag des Weltcuptturniers „Partner-Pferd“ in Leipzig, das vom 16. bis zum 19. Januar in der Leipziger Messe stattfand, ist Jahr für Jahr auch große Bühne für die besten Springreiter der ostdeutschen Landesverbände.

Da dürfen die punktbesten Reiter, die sich die Saison zuvor bei Qualifikationsturnieren für das Finale empfohlen hatten, vor der internationalen Kulisse ihr Potenzial und das ihrer Pferde unter Beweis stellen. Die Springserie W. -Seineke-Partner-Pferd-Cup macht’s möglich.

Bei 13 Qualifikationsturnieren, die 2013 in Greppin, Altbarnim, Halle, Sorge-Settendorf, Neschwitz, Burgstädt, Blowatz, Zobbenitz, Gardelegen, Aschersleben, Rörsdorf, Allrode und Gadebusch stattgefunden hatten, waren die Reiter der ostdeutschen Bundesländern auf Punktejagd gegangen. Und Sachsen-Anhalt wude im Ranking der besten 20 mit Dominik Jahn (Greppin/ Platz 1), Dirk Holländer (Ihleburg/2), Robert Stein (Mieste/4), Nancy Krause (Aschersleben/6), Hendrik Holländer (Ihleburg/8), Torsten Ritter (Mahlsdorf/9), Marcus Arnold (Kakerbeck/10), Tino Bode (Prussendorf/12), Hendrik Ernst (Königsborn/13), Oliver Klüsener (Wörmlitz/15) und Michael Schiecke (Bad Schmiedeberg/19) bestens vertreten. Sie alle nahmen auch die Herausforderung an und gingen in Leipzig an den Start. Zu den insgesamt 28 Startern der Einlauf- und Finalprüfung gehörten über Wildcards außerdem noch Anne Wieckert (Aschersleben/24. der Wertung) und Christof Kauert (Schönebeck/28).

In der Einlaufprüfung zeigten Ritter mit Angie, Jahn mit Levist, Dirk Holländer mit Lansdown, Wieckert mit Lightning und Klüsener mit Quite Cantino, dass sie gut in Form sind. Sie blieben fehlerfrei und kamen auf die Plätze vier, fünf, sieben, acht und neun.

Im Finale, das ein S*-Springen mit Stechen war, blieb im Umlauf von den „glorreichen Fünfen“ einzig Jahn ohne Fehler und qualifizierte sich fürs Stechen. Zu den Finalisten gesellte sich zudem Ernst mit Cooper –

und rettete am Ende durch seine zweite fehlerfreie Runde in 32,69 Sekunden die Ehre Sachsen-Anhalts. Mit dem 12-jährigen Contendro-Esprit-Sohn sprang er unverhofft hinter Philipp Schober (Rothenburg) und Pikeur Cleveland (0/31.00) und Sophia Haschlar (Martinfeld) mit Ernie (0/31,65) auf den dritten Platz. Als Sonderpreis gab es für die ersten drei Platzierten Startplätze in weiteren Prüfungen des Turniers, womit Ernst vor einem „Luxusproblem“ stand. „Ich hatte ja gar nicht damit gerechnet, dass ich weitere Prüfungen reiten kann,“ erklärte er. So schaffte er eiligst noch Futter fürs Pferd und neue Reitklamotten für sich herbei.

Jahn musste im Stechen fünf Strafpunkte in Kaufnehmen und sich mit dem fünften Platz zufrieden geben. Die anderen Reiter aus Sachsen-Anhalt rangierten wie folgt: Tino Bode mit Cordenio (7. Platz), Robert Stein mit Linox (9.), Marcus Arnold mit Larina D (10.), Oliver Klüsener mitQuite Cantino (11.), Dirk Holländer mit Lansdown (12.), Christof Kauert mit Orplid (13.), Anne Wieckert mit Lighning (17.), Torsten Ritter mit Kim (18.), Hendrik Holländer mit Ailton (20.), Nancy Krause mit Antallia (23.), Michael Schiecke mit Baloubea (26.).

Darüber hinaus schlug in Leipzig auch die große Stunde für Nachwuchsreiter – im Eggersmann-Junior-Cup. Sachsen-Anhalt wurde hier von Alexandra Sprung (Bad Schmiedeberg) mit Vire, Romy Trümper (Klosterode) mit Chessy, Franziska Hosse (Sanne-Fleetmark) mit Amaroso und Lena Zipperling (Gieseritz) mit Kasanova vertreten. Während im Einlaufspringen immerhin Sprung auf den neunten Schleifenplatz sprang, kassierten im Finale alle Mädchen Springfehler; Trümper, Hosse und Zipperling kamen mit zwölf Strafpunkten auf die Ränge 17, 20 und 21 und Sprung mit 16 Punkten auf Rang 24 der 27 Teilnehmer.

Einen außerordentlichen Erfolg feierte zudem noch Dominik Jahn, der mit Levist im Finale der German-Horse-Pellets-Tour durch einen fehlerfreien Ritt in 31,38 Sekunden hinter Frederick Troschke auf Florida Lady Ixes auf Platz zwei kam.

Darüber hinaus waren Turnier und Messe „Pferd und Jagd“ nicht nur für die Sachsen-Anhalter Reiter Dominik Jahn und Hendrik Ernst ein Erfolg, sondern auch für Uwe Hase. Der Inhaber der Sattlerei Hase in Nedlitz, gehört seit Jahren zu den Stammausstellern auf dem Messegelände. Uwe Hase sagt: „ Die Partner Pferd ist die einzige Messe, die wir besuchen. Mit der diesjährigen Resonanz sind wir zufrieden. Auffällig war, dass wir mehr Fachpublikum als im Vorjahr erleben durften. Besonderes Interesse bestand an Kutschen, Geschirren und Sätteln. Mittlerweile erwarten die Messebesucher schon, dass wir da sind und kommen zielgerichtet an unseren Stand. Aus diesem Grund können wir unser Ziel, unsere Kundenkontakte zu pflegen und auszubauen, auch dieses Jahr wieder verwirklichen.“

Von Meike Schulze

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