FUSSBALL – DFB-POKAL FCM will die Revanche gegen Darmstadt

„Heißes Herz, kühler Kopf“

Die Mannschaft ist bereit: Morgen erwartet der 1. FC Magdeburg im ersten Pflichtspiel der Saison den SV Darmstadt 98 und will im Erstrundenspiel des DFB-Pokals für eine Überraschung sorgen.
+
Die Mannschaft ist bereit: Morgen erwartet der 1. FC Magdeburg im ersten Pflichtspiel der Saison den SV Darmstadt 98 und will im Erstrundenspiel des DFB-Pokals für eine Überraschung sorgen.
  • Sabine Lindenau
    vonSabine Lindenau
    schließen

Magdeburg – Zwei Jahre ist es her, da traf der 1. FC Magdeburg in der ersten Runde des DFB-Pokals schon einmal auf den SV Darmstadt 98. Seinerzeit war der Club gerade in die 2. Bundesliga aufgestiegen.

Das Spiel war nach einem Foulelfmeter in der dritten Minute bereits entschieden. 

 Die Gäste gewannen damals 1:0, der FCM war ausgeschieden. Auch in der Saison 2018/19 verloren die Magdeburger die Ligaspiele gegen die Lilien. Morgen will der Drittligist endlich die Revanche schaffen. Möglichst vor 5000 Fans. Anpfiff gegen den Zweitligisten ist um 18. 30 Uhr. Die Stadiontore öffnen eine Stunde früher.

„Die Jungs freuen sich auf das erste Pflichtspiel“, blickt Thomas Hoßmang voraus. Der Trainer hat eine Aufstellung im Kopf. Sagte gestern bei der Pressekonferenz aber auch: „Da kann noch viel passieren bis Sonntag.“ Wer von den Neuzugängen von Beginn an auflaufen könnte, gibt er auch nicht preis. Gute Chancen sollten aber Luka Sliskovic, Korbinian Burger, Adrian Malachowski und Raphael Obermair haben, die in den Vorbereitungsspielen zu überzeugen wussten. Personell stehen dem Trainer bis auf die Langzeitverletzten Dustin Bomheuer und Anthony Roczen sowie Dominik Ernst, der sich im Aufbautraining befindet, alle Spieler zur Verfügung. Ein Fragezeichen gibt es bei Leon Bell Bell, der zuletzt individuell trainierte.

„Wir müssen von der ersten Minute an bereit sein“, fordert Hoßmang von seinen Schützlingen vollen Einsatz. Auch wenn sich der Trainer nicht in die Taktikkarten blicken lässt, deutet vieles auf ein 4-4-2-System hin, in dem der FCM zuletzt meistens begann. Kompakt stehen, die Zweikämpfe annehmen, daraus gute Umschaltmomente kreieren: Wenn das gelingt, hätte seine Mannschaft durchaus eine Chance. Doch der Chefcoach weiß auch, dass mit Darmstadt eine sehr erfahrene Zweitliga-Mannschaft anreist. Der neue Trainer Markus Anfang habe seinem Team schon seine Handschrift aufgedrückt. Hoßmang erwartet einen offensiven Gegner mit einem gefährlichen Stürmer Serdar Dursun, der schon in der zurückliegenden Saison mit Toren geglänzt hat.

„Wir sollten alles in die Waagschale werfen. Mit den Fans im Rücken, da freuen wir uns besonders.“ Kommen die erlaubten 5000 Zuschauer, sieht er seine Jungs noch mehr in der Pflicht, alle mitzureißen und für eine Überraschung zu sorgen. Denn das wäre ein Sieg. Anders als in den Jahren zuvor, als die Drittligisten den Vorteil hatten, schon früher ins Training eingestiegen zu sein als die Bundesligisten, dürfte Darmstadt auf dem gleichen Level der Vorbereitung sein. Denn auch die Zweitligasaison beginnt in einer Woche.

„Das Gute ist, dass keiner weiß, wo er steht. Aber du musst dran glauben und versuchen, sofort präsent zu sein“, geht Hoßmang voller Zuversicht und auch Vorfreude in die Partie. Für den FCM kommt es darauf an, nicht den Beginn zu verschlafen. So geschehen vor Wochenfrist im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg, als er schnell 0:2 zurücklag. Alle sollten ihr Level abrufen. „Hoffentlich mit heißem Herzen und kühlem Kopf.“ VON SABINE LINDENAU

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare