Kinder- und Jugendspiele im Badminton im Landkreis Stendal: Nur Vereinsspieler

Heimliche Meister

Shake-Hands: Janka Skrock (links) unterlag im Finale der U13 Charlotte Katzke. Foto: Pohlmann

Stendal. Mitmachen kann jeder will, einfach zum Schläger greifen und erste Erfahrungen im Badminton sammeln. Doch es ist anders. „Es ist eine heimliche Kreismeisterschaft“, stellte Jens Heine für die Kinder- und Jugendspiele (KKJS) im Badminton des Landkreises Stendal fest.

Die wurden in der Sporthalle Haferbreite vom Badmintonverein (BV) Stendal ausgerichtet, für den Veranstalter der Spiele, dem Kreissportbund Stendal. Die Ausschreibung richtet sich jedes Jahr an alle Schüler des Kreises, ohne dass eine Vereinsmitgliedschaft erforderlich ist. Dabei waren aber nur Vereinsspieler. „Leider scheint im Badminton die Hemmschwelle sehr groß zu sein, so dass regelmäßig nur Spieler zu verzeichnen sind, die bereits in einem Verein organisiert sind“, bedauert der Trainer des BV.

Die Idee für die KKJS sieht aber etwas anderes vor. Heine: „Der Ansatz des Gedankens ist, dass sich Schüler mal ausprobieren. Dann haben sie auch einen Wettkampf.“ Den Wettkampf hatten auch 2013 keine Anfänger, sondern die 37 teilnehmenden Schüler aus den ostaltmärkischen Vereinen BV Stendal, TuS Schwarz Weiß Bismark, SV Havelberg und TuS Sandau. Die Teilnehmer gingen in der Haferbreite – auch Trainings- und Spielstätte des BV – in den drei Altersklassen (AK) U 11, U 13, U 15 an den Start. Gespielt wurde in der Einzeldisziplin mit getrennter Wertung für Jungen und Mädchen. „Schon in der AK U 11 waren gute Spielansätze zu sehen und es ging mit großem Ehrgeiz zur Sache“, bewertet Coach Heine. Das Alter von neun bis zehn Jahren ist auch ideal, um mit der gemeinhin schnellsten Sportart der Welt zu beginnen, wenn Ambitionen zum späteren Leistungssport bestehen.

Einige Spieler bei den KKJS in den älteren Altersklassen verfügten bereits über diese langjährige Erfahrungen, sodass hier spannende Spiele zu sehen waren. Die größte Anzahl an Medaillen sicherten sich die Schüler des Gymnasium Havelberg. „Insbesondere die Jungen sind hier eine Macht“, lobte Heine. In drei Altersklassen holten sich Havelberger den Titel: Yannick Zimmermann (U11), Leoni Schramm (U11), Fabian Mintus (U13) und Christoph Kapl (U15). Nur in der U13 gewann in Charlotte Katzke eine Schülerin vom Stendaler Winckelmann-Gymnasium – natürlich auch keine Anfängerin.

Von Benjamin Post

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