Handball-Oberliga: SVO unterliegt 26:38 / Trainer vermisst Fan-Unterstützung

Heimdebakel für Oebisfelde

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Sein Auftritt passte zur schwachen Vorstellung des SV Oebisfelde: Oliver Meinel sah die Rote Karte, der SVO verlor deutlich.

Oebisfelde. Eigentlich sollte das Heimspiel gegen den TuS Radis für die Männer des SV Oebisfelde die Wende in der bisher so erfolglosen Saison in der Handball-Oberliga einläuten.

Das SVO-Team hatte sich viel vorgenommen, verlor am Ende jedoch deutlich mit 26:38 (16:17) – ein Debakel. Aus einem Handballkrimi wurde nur in der ersten Halbzeit etwas, so dass der SVO nun am absoluten Tiefpunkt angelangt ist.

Vor über 350 Zuschauern, darunter viele mitgereiste Gästefans, begannen die Allerstädter recht selbstbewusst. Routinier Thomas Thiele gelang der erste Treffer, über das 4:2 (6.) durch Andreas Kalupke bis zum 6:4 (10.) von Alexander Vogel behauptete der SVO die Führung, ließ sich dann aber aus der Ruhe bringen. Überhastete Abschlüsse führten zu Kontern und Gegentoren zum 6:8 (15.). Danach verlief das Spiel ausgeglichen, doch mit der Pausensirene musste Oebisfelde den 16:17-Rückstand schlucken.

Nach dem Wechsel nahm das SVO-Unheil dann seinen Lauf. Es kam zu wenig Druck über die Außen, nicht einer der eingesetzten Kreisspieler erzielte ein Tor. Das sagt alles über die Durchschlagskraft der Allerstädter aus. Michael Meichsner (2) und Andreas Kalupke trafen zwar nach 18:23-Rückstand zum 21:23 (42.), doch dann stellte Oebisfelde das Torewerfen vorerst ein. Das Spiel der Gastgeber wirkte ideenlos, ohne Konzept. Technische Fehler und Abschlussschwächen führten bei acht Gegentoren in Folge zum 21:31 (52.). Teilweise peinlich ausgekontert lag Oebisfelde mit zehn Treffern hinten. Erst dann war Oliver Meinel zum 22:31 erfolgreich (53.), sah aber kurz darauf nach Foulspiel Rot. In Unterzahl war Oebisfelde dem Gegner nun hilflos ausgeliefert und die lautstarken Fans aus Radis hatten die Halle nun vollkommen in ihrer Hand.

Die Schlusssirene wirkte dementsprechend wie eine Erlösung für die Oebisfelder. Es blieb Enttäuschung und Fassungslosigkeit bei den Akteuren und Zuschauern gleichermaßen. Darauf angesprochen, ob die Niederlage bereits der Anfang vom Ende sei, übte sich SVO-Coach Hendrik Tuschy in Durchhalteparolen: „Das sehe ich noch nicht ganz so, so lange rechnerisch noch was geht. Klar wird es jetzt ganz schwer für uns. Wir haben heute wieder gut begonnen. Knackpunkt war für mich aber in der zweiten Hälfte die Phase, als wir elf Minuten kein Tor machen. Aber im Abstiegskampf muss man auch die Unterstützung der Fans haben. Diese habe ich heute über weite Strecken vermisst. Man darf aber die Hoffnung nicht aufgeben“, sagte Tuschy.

• SV Oebisfelde: Stefani, F. Tobies - F. Seiler (3 Tore), Schliephake, P. Breiteneder, Vogel (4), Eckert, Meinel (2), Koitek, Götz, Meichsner (3), Thiele (6), Kalupke (7), Hermann (1/1).

Von Jörg Staade

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