FUSSBALL – LANDESKLASSE Letzlingen reist zum Spitzenspiel nach Salzwedel

Heide will Titel perfekt machen

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Joey Krüger (r.) und die Fußballer des SV Eintracht Salzwedel können nur mit einem Sieg im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Heide Letzlingen die Meisterschaftsentscheidung vertagen.

Salzwedel – Der erste Matchball wurde vergeben, der zweite soll genutzt werden. Die Fußballer des FSV Heide Letzlingen können morgen beim ärgsten Verfolger Eintracht Salzwedel mit einem Unentschieden den Titelgewinn in der Landesklasse perfekt machen.

Dafür muss sich die Elf von Trainer Dirksen Höft gegenüber dem Auftritt beim SV Liesten (1:6) jedoch deutlich steigern. Anpfiff auf dem „Flora-Sportplatz“ ist um 15 Uhr.

Die 1:6-Klatsche in Liesten hat Dirksen Höft abgehakt. „Das war ein Ausrutscher, so einen schlechten Tag werden wir nicht wieder haben.“ Der Optimismus von Höft liegt auch in der Tatsache begründet, dass ihm bis auf Kay Knackmuß (verletzt) alle Akteure seines Kaders zur Verfügung stehen. Dabei sind auch wieder Andreas Schnecke, Andreas Schmidt und Christian Palutke, die in Liesten schmerzlich vermisst wurden. „Wir haben eine starke Saison gespielt und nur zweimal verloren. Dabei soll es auch bleiben“, meinte der Heide-Coach, der mit seiner Elf die Titelentscheidung herbei führen will.

Höft erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, so wie im Hinspiel (0:0) und im Kreispokal (6:7 nach Elfmeterschießen). „Die Salzwedeler stehen ein wenig mehr unter Druck, sie müssen gewinnen, um die Entscheidung zu vertagen. Wir müssen jedoch stets hellwach sein und das schnelle Umkehrspiel der Eintracht bereits im Ansatz ersticken“, sieht Dirksen Höft aber auch seine Schützlinge in der Pflicht, denn nur mit einer guten Leistung wird ein Sieg des einzig noch verbliebenen Titel-Kontrahenten zu verhindern sein.

Indes war bei der Eintracht nach der gestrigen Niederlage im Kreispokal-Endspiel gegen den SV Listen (1:2) erst einmal Wunden lecken angesagt. „Die Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht, sich aber nicht belohnt. Wir müssen den Blick wieder nach vorne richten und dürfen jetzt nicht in ein Loch fallen. Wir wollen gewinnen, um unsere minimale Titelchance zu wahren“, gab sich Eintracht-Trainer Helge Kietzke nach der Finalniederlage kämpferisch.

Rückschläge gehören bei der Entwicklung einer jungen Mannschaft dazu und auch Niederlagen können positive Energien freisetzen. „Wenn wir auf Aufstiegsteam sein wollen, dann müssen wir wieder aufstehen und es besser machen“, fordert Trainer Kietzke, der gegen Letzlingen auf seinen Kapitän Kevin Gebert verzichten muss, der sich gestern eine Verletzung in der linken Wade zugezogen hat. Zudem dürfte die intensiv geführte Partie bei den eingesetzten Akteuren viele Kräfte gekostet haben, die nur schwer zu kompensieren sind. Dafür ist die Regenerationszeit von nur zwei Tagen für ein Amateurteam doch sehr gering.

Es sind nicht die besten Voraussetzungen, mit denen die Eintracht in die Spitzenbegegnung geht. Für Dirksen Höft, der in Arendsee unter den Zuschauern weilte, dennoch kein Grund, den Gegner deshalb zu unterschätzen. „Ich rechne mit einer Trotzreaktion“, warnt der Coach der Letzlinger.

VON RENEE SENSENSCHMIDT

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