Fußball-Landesliga: Letzlingen agiert taktisch klug und bezwingt den TuS Bismark mit 2:1 (0:0)

Heide-Kicker belohnen sich selbst

Ein Bild mit Symbolcharakter: Die Letzlinger, hier mit Tobias Benecke (links), gingen im Duell mit den Bismarkern um Christoph Grabau leidenschaftlicher zu Werke. Foto: Weber

Letzlingen. Des einen Freud, des anderen Leid. Während die Männer des FSV Heide Letzlingen nach dem Altmark-Derby der Fußball-Landesliga gegen den TuS Bismark am Sonnabend ausgelassen mit ihren Fans den 2:1 (0:0)-Erfolg feierten, schlichen die Ostaltmärker nach dem Schlusspfiff sichtlich enttäuscht vom Feld.

Heide-Coach Dieter Förster forderte vor der Partie von seiner Mannschaft eine engagierte Leistung, denn die letzten beiden Heimspiele endeten mit deutlichen Niederlagen. Die Letzlinger setzten seine Forderung um und belohnten sich nach einer couragierten und vor allem taktisch disziplinierten Vorstellung mit drei Punkten. „Die Mannschaft ist geschlossen aufgetreten und hat sich am Ende auch für ihren Aufwand belohnt. Wir haben taktisch gut gespielt und den Gegner kommen lassen. Über 90 Minuten haben wir zudem nur zwei wirklich gefähliche Chancen der Bismarker zugelassen, hätten jedoch selbst bereits im ersten Durchgang einen, oder gar zwei Tore schießen müssen“, fasste Förster die Begegnung zusammen.

Die erste nennenswerte Aktion der Partie ging allerdings auf das Konto der Gäste, die bereist nach zwei Minuten in Führung hätten gehen können. Nach einem Eckball von Carlo Rämke ging jedoch Florian Knoblich nicht energisch genug zum Kopfball, so dass Heide-Keeper Thomas Lübke die Szene bereinigen konnte. Vier Minuten später dann eine schlechte Nachricht für die Platzherren. Abwehrspieler Andreas Schmidt musste verletzt vom Feld und konnte nicht mehr weitermachen. Für ihn rückte Andreas Schnecke in den Defensivverbund und belohnte das Vertrauen des Trainers mit einer ganz starken Leistung. In der Folge übernahmen die Letzlinger immer mehr das Kommando und erspielten sich zudem wirklich gute Gelegenheiten. Nachdem Christian Wernecke einen ersten, wenn auch harmlosen Torabschluss verzeichnete (25.), wurde es zwei Minuten später schon gefährlicher. Nach einer guten Flanke von der rechten Seite setzte Wernecke einen Kopfball nur knapp über den Kasten. Im direkten Gegenzug tauchte dann Felix Pitzner frei vor dem Letzlinger Schlussmann auf, suchte allerdings überhastet per Lupfer den Abschluss. Lübke hatte den Braten gerochen und parierte sicher. Im weiteren Verlauf ließen Stefan Saluck (30.), Christian Palutke (32.) und erneut Saluck (40.) gute Gelegenheiten ungenutzt. Die Bismarker wurden indes nur noch einmal gefährlich. Carlo Rämke verfehlte nach gutem Solo das Letzlinger Gehäuse (33.).

Die mangelnde Chancenverwertung der Platzherren sollte sich rächen, denn zehn Minuten nach dem Seitenwechsel besorgte Christoph Grabau, der Heide-Keeper Lübke auf dem falschen Fuß erwischte, die Bismarker 1:0-Führung. Doch diesen Gegentreffer steckten die Letzlinger gut weg und kamen nur fünf Minuten später zum Ausgleich. Zunächst hämmerte Palutke den Ball an den Pfosten, Wernecke setzte nach und traf zum 1:1. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit legten die Platzherren dann den größeren Siegeswillen an den Tag und sollten schließlich belohnt werden. Nach einem weiten Einwurf von Palutke kam Marc Schlamann am zweiten Pfosten an den Ball und besorgte den nicht unverdienten 2:1-Siegtreffer.

Apropos Siegeswillen: Den ließen die Bismarker in der Schlussphase eindeutig vermissen. Gerade Schlüsselspieler wie Carlo Rämke gingen hier nicht gerade mit gutem Beispiel voran. „Wir haben in diesem Spiel enorm viel falsch gemacht, besonders in taktischer Hinsicht. Der Letzlinger Leidenschaft haben wir nichts entgegen gesetzt“, so TuS-Coach Dirk Grempler kurz und knapp.

• Tore: 0:1 Christoph Grabau (55.), 1:1 Christian Wernecke (60.), 2:1 Marc Schlamann (83.).

Von Tobias Weber

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