Rudern – Moritz Müller aus Engersen beim 50. Bundeswettbewerb in München erfolgreich

Ein Hauch von Olympia

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Auf der Olympischen Regattaanlage München-Oberschleißheim belegte Moritz Müller (links) mit seinen Mitstreitern über 1000 Meter am Ende einen ganz starken dritten Platz.

München/Engersen. Für das Engersener Ruder-Talent Moritz Müller läuft es immer besser. Nach der Delegation zum SC Magdeburg und dem Wechsel zur Sportschule ab August, folgte nach nur kurzer Zeit der Landesmeistertitel im Vierer mit Steuermann (AZ berichtete).

Durch diesen Titelgewinn qualifizierte sich Moritz Müller zusammen mit seinen vier Mitstreitern Fritz Köcher, Jannes Korthals, Kevin Jonas Rößler und Steuermann Lion Hille zudem für den 50. Bundeswettbewerb, der am Wochenende auf der Olympischen Regattaanlage München-Oberschleißheim über die Bühne ging. Dabei handelt es sich um den höchsten Wettkampf der Altersklasse 12/13 auf Bundesebene, an dem die 24 besten Besatzungen aus ganz Deutschland teilnahmen.

Bevor es in den jeweiligen Finalläufen über 1000 Meter um die endgültigen Platzierungen ging, stand zunächst eine Art Vorlauf auf dem Programm. Dabei musste jedes Boot 3000 Meter auf Zeit zurücklegen. Die sechs schnellsten Boote kamen in das A-Finale und ruderten dann um die Plätze eins bis sechs. Über die 3000 Meter sorgte die SCM-Besatzung mit Moritz Müller dann für einen Paukenschlag. Mit einer Zeit von 12:11,09 Minuten legten die Sachsen-Anhalter nämlich die schnellste Zeit aller 24 Teams hin. Die zweitbeste Zeit ging indes an das Boot aus Bernburg, das mit neun Sekunden distanziert wurde. Wie erhofft, hatten es die SCM-Jungs somit in das A-Finale am Sonntag geschafft. Über die 1000 Meter benötigten Müller & Co. dann 4:02,30 Minuten, was hinter Bernburg (3:57,56 Minuten) und Hannover (4:01,02 Minuten) zu einem ganz starken dritten Rang reichte. Allerdings blieb das SCM-Boot vor den starken Teams aus Nordrhein-Westfalen und Berlin.

Beim „Allgemeinen Sportwettbewerb“ am Sonnabend, für den die Ruderer in verschiedenen „Riegen“ unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen hatten, hat Moritz in seiner Abteilung sogar gewonnen und Sachsen-Anhalt am Ende den dritten Platz geholt.

Die guten Ergebnisse an den drei Tagen führten dann auch dazu, dass Sachsen-Anhalt nach 15 Jahren wieder einmal die Gesamtwertung um den Länderpokal gewinnen konnte. Da war die Freude des gesamten Teams natürlich riesengroß.

Mit dem Sieg über die 3000 Meter haben sich die Jungs übrigens eine Einladung zum Jungen- und Mädchen-Förderlehrgang der Deutschen Ruderjugend erkämpft, der im Herbst an der Regattastrecke Berlin Grünau stattfindet.

Mit der erfolgreichen Teilnahme an dem 50. Bundeswettbewerb auf der traditionsreichen Regattaanlage konnte Moritz Müller also schon einmal einen Hauch von Olympia spüren und wer weiß, vielleicht ist der Engersener dann irgendwann sogar einmal bei den „richtigen“ Spielen dabei.

Von Tobias Weber und Hendrik Müller

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