Fußball-Verbandsliga: 1. FC Lok Stendal reist nach Pokalaus nach Sangershausen

Harter Liga-Alltag

Gegen Haldensleben noch top – eine Woche später im Pokal schon flop. Die nicht vorhandene Konstanz bricht Lok Stendal derzeit das Genick.
+
Gegen Haldensleben noch top – eine Woche später im Pokal schon flop. Die nicht vorhandene Konstanz bricht Lok Stendal derzeit das Genick.
  • VonFalk-Stéphane Dezort
    schließen
  • Tobias Haack
    Tobias Haack
    schließen

Stendal. Ein Schritt vor und zwei zurück. Der 1. FC Lok Stendal kommt in dieser Saison einfach nicht in die richtigen Bahnen.

Mal zeigt die Mannschaft starke Leistungen, wie beim 2:1-Heimsieg gegen die bis dato ungeschlagenen Haldensleber, dann folgt wieder ein Rückschlag, erlebt in der Vorwoche bei der Pokal-Blamage in Salzwedel. Im Verbandsliga-Alltag führt der Weg für Lok morgen zum VfB Sangerhausen. Anstoß ist um 14 Uhr.

„Wir haben es über die gesamte Saison noch nicht geschafft, gute Leistungen am nächsten Wochenende zu wiederholen. Woran das liegt, weiß ich nicht. Auf jeden Fall nicht am grundsätzlichen Leistungsvermögen der Mannschaft“, rätselte Abteilungsleiter Ralf Troeger nach dem schwachen Pokalspiel in Salzwedel über die Gründe der Stendaler Schwankungen. Eine Kritik am Übungsleiter verbiete sich für Troeger in der aktuellen Situation: „Ich nehme den Trainer da ausdrücklich aus der Verantwortung!“

Der Stendaler Kader verfügt also über Qualität, ruft sie aber nur unregelmäßig ab. Worin liegen demnach die Ursachen für das Aus im Pokal-Achtelfinale und den schwachen neunten Rang in der Liga?

„Ich weiß nicht woran es liegt. Vielleicht ist es etwas Persönliches. Vielleicht auch, dass der Gegner nicht das zulässt was wir wollen“, sagte Lok-Coach Sven Körner. Liegt es vielleicht an der fehlenden Variabilität in der Spielausrichtung? Dies verneinte der 33-Jährige deutlich: „Ich gebe der Mannschaft viel Input. Wir haben eine gewisse Grundformation, die wir spielen. Aber es ist Wunschdenken, dass der Gegner immer alles zulässt.“

Die Ursachenforschung in Sachen fehlender Konstanz wirft auch innerhalb des Teams Fragen auf. „Wir sprechen in der Mannschaft viel – begeben uns auf Fehlersuche. Dafür setzen wir im Training Schwerpunkte. Das Problem ist, dass nicht alle da sind und somit einige das unterschiedliche Programm verpassen“, mahnt Körner nicht zum ersten Mal die Trainingsbeteiligung an.

Nichtsdestotrotz will der Stendaler Übungsleiter, der Pokalblamage keine weitere Beachtung schenken: „Unser Fokus liegt auf Sangershausen. Wir wollen das Positive mitnehmen.“ Da stellt sich die Frage, was für Sven Körner in der Vorwoche positiv gewesen sein soll: „Ich war mit der Einstellung zufrieden und die Jungs haben nicht aufgegeben. Wir fahren nun 180 Kilometer zum Spiel und gehen sicher mit der geballten Faust in der Tasche auf den Platz und wollen mit einer guten Defensive über Konter etwas mitnehmen.“

Von Tobias Haack und Falk-Stéphane Dezort

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare