Wie der SCM durch die problematische Situation kommen will – Heute gegen Wetzlar

Harte Zeiten

Harte Zeiten auf der Platte fühlen sich so an wie bei Michael Haaß, der aufgehalten wird. In dieser Saison setzen sich die Magdeburger zu selten durch.
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Harte Zeiten auf der Platte fühlen sich so an wie bei Michael Haaß, der aufgehalten wird. In dieser Saison setzen sich die Magdeburger zu selten durch.
  • VonBenjamin Post
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Magdeburg. Die harten Wochen haben ein Ende. Heute Abend aber noch nicht. Gegen 20. 30 Uhr verlässt der SC Magdeburg mal wieder die Platte.

Bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag werden die Magdeburger Bundesliga-Handballer vier Erstliga-Spiele binnen zwei Wochen in den Knochen haben. „Vier Spiele in zwei Wochen, das ist schon Hardcore“, sagt SCM-Trainer Bennet Wiegert vor der Partie gegen die HSG Wetzlar um 19 Uhr in der GETEC-Arena.

Hart ist es für den SCM nicht zuletzt, da er personalgeplagt durch die Weihnachtszeit geht. „Wie wir uns durch diese Situation kämpfen, ist für keinen einfach“, erklärt Wiegert. Mehr als ein halbes Dutzend Spieler ist verletzt oder angeschlagen. Zeljko Musa, Matthias Musche, Andreas Rojewski, Jure Natek, Marko Bezjak, Nemanja Zelenovic, Finn Lemke und Alexander Saul: Die Liste ist lang. „Egal, da müssen wir nicht irgendwie, sondern so erfolgreich wie möglich durch. Im Februar fragt keiner, wie viele Verletzte wir im Dezember hatten. Jeder ist gefordert, die Situation in kleiner Gruppe lösen zu wollen“, so der Coach.

Wiegert, erst in seinem zweiten Spiel als Verantwortlicher an der Platte in der Bundesliga, schwört seine Akteure in der problematischen Situation ein. „Jeder muss am Ende des Jahres auf die Zähne beißen. Es ist keine Zeit für Spielereien, es gibt nichts zu schonen. Wir müssen und werden alles raushauen. Wir haben genug in uns, müssen an uns glauben.“

Vor allem auch, da die Problematik in Magdeburg nicht nur der dezimierte Kader ist, sondern auch weil die Ergebnisse nicht stimmen. Wiegert holte nur einen Sieg bei seinem Debüt im Pokal-Viertelfinale gegen Frisch Auf Göppingen (damit übrigens fünf Spiele in zwei Wochen), doch beim HSV Hamburg setzte es am Sonntag eine 22:27-Niederlage. Der eigentlich kleineren HSG Wetzlar geht es mit ihrem siebten Tabellenplatz besser als dem enttäuschenden Elften SCM. Nicht nur deshalb hat Wiegert Respekt vor den Hessen. „Es ist eine gut strukturierte Mannschaft. Das wird ein schweres Spiel“, weiß der Übungsleiter. Ausreden gibt es auch in der angespannten Lage bei den Magdeburgern nicht. „Wir wollen bestmöglich in die Pause kommen und das Maximale mitnehmen“, fordert Wiegert vor den letzten beiden Partien.

Denn nach Wetzlar geht es am zweiten Weihnachtsfeiertag noch zu den Rhein-Neckar Löwen. „Am 26. Dezember ist mit dem Spiel bei den Rhein-Neckar Löwen das Ende in Sicht. Die Jungs schonen sich nicht. Wenn einer viel spielen muss, am Ende mehr Fehler macht, dann muss ein anderer in die Bresche springen“, erläutert der Trainer. Und setzt vor dem heutigen Heim-Auftritt auf die stimmungsvolle Arena. Weigert: „Gerade die super Atmosphäre in der vollen Halle bei unserem letzten Heimspiel des Jahres setzt noch ein bisschen Energie mehr frei.“ Die Zuschauer können dem Team in diese harten Zeiten helfen.

• Das letzte Bundesliga-Heimspiel 2015 des SCM gegen die HSG Wetzlar wird im Livestream übertragen. Bei ww.scm-handball.de und www.sport1.de kann man das Duell verfolgen.

Von Benjamin Post

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